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Welche Werbemöglichkeiten kann ich nutzen?

Geschrieben am 19. Januar 2010 – 08:534 Kommentare

Wer sWelche Werbung Welche Werbemöglichkeiten kann ich nutzen?ein Buch verkaufen will, der muss den Lesern mitteilen, dass dieses Buch überhaupt existiert. Wie mit jedem anderen Produkt funktioniert dies nur, wenn man die Werbetrommel rührt. Je lauter und öfter dies geschieht, desto eher erreicht man seine Zielgruppe.
Die beste und günstigste Werbung ist die Mundpropaganda. Doch bis man so weit ist, dass man ausreichend Leser und Fans gefunden hat, die durch eine Weiterempfehlung die Werbung übernehmen, muss man selbst die Initiative übernehmen. Manch einer spielt mit dem Gedanken, eine Anzeige in der Zeitung zu schalten, die dann die ersehnten Käufer bringt. Anzeigen sind teuer und sie bringen nur dann etwas, wenn sie über lange Zeit regelmäßig erscheinen. Der Effekt steht erfahrungsgemäß in keinem Verhältnis zur Resonanz. Dennoch ist die heimische Zeitung ein erster Anlaufpunkt.

1.    Lokalpresse
Eine der ersten Maßnahmen sollte das Informieren der lokalen Presse sein. Schicken Sie dem zuständigen Redakteur ein Rezensionsexemplar mit einem Exposé und einigen persönlichen Worten. Bitten Sie freundlich um eine Buchkritik. Schreiben Sie aber kein ellenlanges Anschreiben. Redakteure werden ständig mit Nachrichten überschüttet und je kürzer und knackiger eine Meldung ist, desto eher hat sie die Chance, in einer Redaktion gelesen zu werden. In den meisten Fällen wird diesem Wunsch nachgekommen. Schwieriger ist es, in überregionalen Zeitungen und Zeitschriften unterzukommen. Kleiner Tipp: In den Sommermonaten fallen Buchvorstellungen dank des Sommerlochs oftmals großzügiger und ausführlicher aus.

2.    Buchhandel
Parallel zur Veröffentlichung in der Lokalzeitung, informieren Sie den heimischen Buchhandel, spendieren wieder ein Rezensionsexemplar und weisen ausdrücklich darauf hin, dass ein Bericht in der Zeitung erscheinen wird sowie zusätzliche Werbemaßnahmen laufen. Verhandeln Sie mit dem Buchhandel über die Konditionen, geben Sie zu jedem georderten 10erPack Bücher ein weiteres Exemplar kostenlos dazu. Je nachdem in welchem Bundesland Sie leben, wird der Buchhandel zwischen 30 – 40 % vom Verkaufspreis für sich in Anspruch nehmen. Kalkulieren Sie also scharf.

3.    Flyer und Postkarten
Flyerwerbung ist Breitenwerbung. Wenn Sie sich dafür entscheiden, dann gilt das Motto: Klotzen – nicht kleckern. Flyer sind ein preisgünstiges Werbemittel, mit dem sie z. B. sämtliche Haushalte erreichen können, wenn Sie sie mit der Zeitung verteilen lassen. In einer mittleren Stadt kann man mit 15.000 bis 30.000 Auflage rechnen.
Eine andere Art der Flyerwerbung ist die Herstellung von Postkarten. Sie haben einen Doppeleffekt. Derjenige, der die Postkarte verschickt, wird über Ihr Buch informiert und der Empfänger ebenfalls. Postkarten wandern nicht so leicht in den Papiermüll. Entweder, weil man sie irgendwann verschicken will, oder weil man sie als Erinnerung an den Absender aufbewahrt.

4.    Gebrauchsgegenstände als Werbemittel
Es lässt sich so ziemlich alles bedrucken, was sich an Alltagsgegenständen findet. Von der Kaffeetasse, über Kugelschreiber, Feuerzeuge, Mützen, T-Shirts und Jacken, sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Die Grenzen setzt in der Regel nur das eigene Budget oder der gute Geschmack.

5.    Lesungen
Lesungen sind nicht etwa nur wichtig für schon bekannte Autoren. Im Gegenteil, gerade, wenn Sie ganz neu in die Szene einsteigen, müssen Sie sich bekannt machen. Und wie könnte das besser gehen, als wenn Sie eine Lesung veranstalten? Laden Sie einen Musiker, Maler oder Fotografen aus Ihrem Bekanntenkreis ein und bereiten Sie einen unterhaltsamen Abend vor. Vielleicht können Sie Ihre Lesung in einer Buchhandlung in Ihrer Nähe veranstalten. Wenn nicht, ist das kein Beinbruch. Überall gibt es Vereine und Vereinigungen, die sich freuen, wenn etwas Abwechslung in den Jahresplan kommt. Lesen Sie und verkaufen Sie anschließend Ihre Bücher.

6.    Internet
Das Internet bietet Ihnen (fast) grenzenlose Möglichkeiten, um Werbung für Ihre Bücher und Texte zu machen. Was Sie auf jeden Fall brauchen, ist eine Homepage oder ein Blog. Am Besten sogar beides. Wer sich mit dem Bau einer Homepage schwer tut, kann sich fertige Templates herunterladen, die nur noch mit Inhalten gefüllt werden müssen. Allerdings müssen vor allem Blogs ständig mit interessanten Inhalten bestückt werden, da sonst die Besucher ausbleiben.

Autoren- und Schriftstellerforen
Es gibt zahlreiche Foren in denen sich schreibbegeisterte Menschen treffen, um ihre Erfahrungen auszutauschen. Es lohnt sich, dort einmal hineinzuschauen, sich anzumelden und mit Gleichgesinnten zu diskutieren. Dort wo sich viele Menschen mit den gleichen Interessen treffen, werden auch verschiedene Tipps ausgetauscht und fruchtbare Kontakte können entstehen. Gemeinsame Marketingstrategien greifen oft sehr viel besser, als wenn man als Einzelkämpfer arbeitet.

Pressportale im Internet:
Auf einigen Portalen können Sie kostenlos Ihre Pressemitteilung einstellen. Andere sind kostenpflichtig, wieder andere bieten kostenlose Grundfunktionen, zu denen Sie weitere interessante Angebote hinzubuchen können. Für die meisten Pressemeldungen müssen bestimmte Richtlinien eingehalten werden, auf die wir an anderer Stelle näher eingehen werden.

Eine kleine Liste zu Presseportalen
Sie kennen noch weitere Plattformen? Dann lassen Sie es uns wissen, damit wir die Liste ergänzen können.

PR Inside
Open PR
Firmenpresse
Pressemitteilungen
PR Center
Presseanzeiger
Offenes Presseportal
Inar
Businessportal24
Pressekat
PR Mitteilung
Pressefuchs

Twitter
Zwitschern Sie schon? Nein? Dann wird es Zeit. Twitter bietet die Möglichkeit, eine Menge Menschen zu erreichen und mit wenigen Worten auf sein Produkt hinzuweisen. Hier sollte man allerdings kreativ sein und nicht stur den Link auf die eigene Homepage setzen.

Soziale Netzwerke
Facebook
Xing
MySpace
Linkedin
StudiVZ
Lokalisten
Stayfriends
Plaxo
meinVZ
Nicht alle Portale bieten kostenlos sämtliche Funktionen an, aber überall hier können Sie sich anmelden, mit Menschen kommunizieren und auf sich und ihre Bücher aufmerksam machen. In welcher Gemeinschaft man sich am Wohlsten fühlt, muss man ausprobieren.

Homepage
Legen Sie sich eine eigene Internetseite zu. So etwas kostet heute kaum mehr als drei Euro im Monat. Wem das noch zuviel ist, der kann auf kostenlose Anbieter zurückgreifen. Allerdings kann es sein, dass auf diesen Seiten vom Anbieter massive Werbung geschaltet wird. Das empfinden viele Internetnutzer als störend und halten sich deshalb ungern auf solchen Seiten auf.

Ein Blog führen
Richten Sie sich ein Blog ein, auf dem Sie regelmäßig mit Ihren Lesern kommunizieren. Wer schon eine Internetseite besitzt, kann sein Blog dort integrieren. Es finden sich diverse Anbieter, bei denen jeder sich kostenlos ein Blog einrichten kann. Blogs haben den großen Vorteil, dass jeder Laie sie einrichten und pflegen kann. Außerdem können Sie sich mit anderen Autorenblogs verlinken, dadurch steigt die Zahl Ihrer Leser.

YouTube
Auch youtube bietet eine Möglichkeit, sich zu präsentieren. Erstellen Sie ein kleines Video in dem Sie Ihr Buch vorstellen, machen Sie die Menschen neugierig, indem Sie mit ausgefallenen Ideen ein Clip generieren. Gute Clips und Videos verbreiten sich sehr schnell unter den Nutzern.

Sämtliche Maßnahmen und Vorschläge sind letztlich kleine Bausteine, die nach Möglichkeit kombiniert eingesetzt werden sollen. Und zwar nicht einmalig sondern kontinuierlich. Die Menschen werden ständig mit Werbung überschüttet, viel mehr, als sie überhaupt an Informationen aufnehmen können. Deshalb ist es wichtig, dass man Sie sich immer und immer wieder präsent zeigt. Man kann sich aus den Vorschlägen eine Art Baukastensystem erstellen, in dem jeweils drei oder vier Aktionen gleichzeitig laufen. Nach einer Weile tauscht man die Bausteine aus und wirbt auf anderer Ebene weiter.



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