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13 Punkte für einen optimalen Blogpost

Geschrieben am 2. Februar 2010 – 08:562 Kommentare

Gerade Autoren und Vielschreiber sind schon oft mit Blogs in Berührung gekommen. Entweder um sich als Autor einen eigenen Blog aufzubauen und sich dadurch einen Namen zu machen. Oder einfach ihm Rahmen von verschiedenen Auftragsschreibarbeiten für Kunden um sich über Wasser zu halten.

In Anlehnung an die großartigen Artikel von Peer Wandinger gibt es allerdings bei dem Verfassen von lesenswerten Blogbeiträgen viele Punkte zu beachten. Schließlich sind die Artikel nicht nur für Stammleser, sondern auch für das Marketing in Suchmaschinen wichtig.

wordpress logo 150x150 13 Punkte für einen optimalen BlogpostUm die einzelnen Schritte zu beleuchten, die neben dem Schreiben der Inhalte beachtet werden müssen, sollen die wichtigsten Punkte anhand eines Blogpost-Beispiels vorgestellt werden. Als Vorlage dient dabei die weit verbreitete WordPress Blog Software. Andere Blogplattformen sind oft sehr ähnlich aufgebaut, so dass die Erkenntnisse durchaus übertragen werden können. Alle Tipps richten sich weitgehend an Anfänger und fortgeschrittene Blogger.

Das Blogthema oder Keyword

Während ein Autor oft einfach drauf los schreibt sind für Blogger Schlüsselwörter, sogenannte Keywords, die Basis für einen einzelnen Blogartikel. Ein optimaler Blogpost behandelt nur ein bestimmtes Thema und der Inhalt sollte weitgehend auch nur Informationen zu diesem Thema beinhalten.  Gerade durch die wichtige Besucherquelle Google sollte man sich vor einem Artikel über das wichtigste Keyword Gedanken machen. An diesem Keyword sollte man sich dann auch beim Schreiben orientieren.  Dies hilft nicht nur dem Leser, sondern auch die Suchmaschinen können den Inhalt des Beitrages besser einschätzen und den Artikel in den Suchergebnissen dementsprechend platzieren.

Die Überschrift des Beitrages

Die Überschrift ist wohl der Teil eines idealen Blogbeitrages, der die größte Schlüsselposition innehat. Schließlich entscheidet sich schon anhand der Überschrift, ob ein Leser im Blog oder seinem Feedreader den Artikel überhaupt lesen will. Eine langweile Überschrift wird weniger angeklickt und damit gehen potenzielle Leser verloren. Grundsätzlich gilt, dass die Überschrift kurz und prägnant den Inhalt wiedergibt und die Neugierde des Lesers weckt. Oft versprechen die Überschriften auch bestimmte Erkenntnisse, die einfach viele Leser interessieren und die jeder gern liest. Dazu gehört natürlich auch, dass die Überschrift gern geklickt wird, wenn die Aussage provokant und reißerisch formuliert wird.

Ein Leser favorisiert statt einem “Infos über Schreibblockaden” eher ein: “10 Tipps eine Schreibblockade zu überwinden”.

Im “Artikel Überschriften Gestaltung” hat Peer Wandinger schon einmal Beispiele für ideale Überschriften geliefert.  Hier ein Auszug aus seinen Ideen, erweitert um eigene Beispiele:

  • Entdecke …
  • Damit kannst Du …
  • …, die garantiert funktionieren
  • 5 schwere Fehler …
  • Mehr Geld verdienen mit
  • So verdoppelst Du …
  • Was wäre, wenn …
  • Wichtige Infos für alle …
  • Das Geheimnis von …
  • 10 Gründe für …
  • In 5 Schritten zu …
  • Willst du wissen wie …?
  • 7 Tipps um …
  • Top 12 …
  • Nur noch bis …
  • Kostenlose …
  • Neu …
  • Warum Sie …
  • Die sicherste Methode um …
  • Die Wahrheit über …
  • Wie ich …

Weitere Tipps gibt es hier zu lesen. (Englische Quelle)

Der Blogpost – Titel

Was die Überschrift für Stammleser auf dem Blog und RSS-Feed Abonnenten ist,  das ist der Titel für Suchmaschinen. Der Titel wird im Browser in der obersten, oft blauen, Leiste eingeblendet und dient der Orientierung. Alle Suchmaschinen nutzen den Titel als Überschrift für die Suchergebnisse. Ist ein Titel ansprechend und gibt den Inhalt des Beitrages wieder, kann er sich oft gegen die anderen Suchergebnisse durchsetzen und mehr Besucher von Google und Co. dazu überreden auf den eigenen Beitrag zu klicken.

webseite titel blogpost 13 Punkte für einen optimalen Blogpost

Aus Sicht der Suchmaschinen ist es bedeutsam, die wichtigsten Schlüsselwörter weit vorne im Titel zu platzieren. Aus diesem Grund unterscheidet sich der Website-Titel oft von der Post-Überschrift. Fast jede Blogsoftware bietet die Gelegenheit, den Titel manuell einzugeben. In unserem Beispiel WordPress kann dies durch das Plugin wpSEO erfolgen:

webseite titel blogpost wpseo 13 Punkte für einen optimalen Blogpost

Der ideale Titel beträgt zwischen fünf und acht Wörter und spiegelt den Schwerpunkt des Artikels wieder.

Beschreibung

Die Meta Description wird zusätzlich zu einem Beitrag eingegeben, da dies der Text ist, den die Suchmaschinen in den Suchergebnissen unter dem blauen Titel anzeigen. Ist keine Beschreibung eingegeben, nutzen die Suchmaschinen meist den ersten Satz des Blogthemas. Allerdings ist dieser Satz oft eine allgemeine Einleitung. Deshalb sollte, in einem idealen Blogpost, die Beschreibung so angepasst werden, dass die Suchenden in den Ergebnissen der Suchmaschine eine Beschreibung vorfinden, die sie dazu anregt das Suchergebnis anzuklicken. Aufgrund der Beschränkungen in Google und Co. wird die Beschreibung nach 150 Zeichen abgeschnitten. Eine Beschreibung kann ebenfalls wie der Titel und Schlagwörter in einem zusätzlichen Plugin wie wpSEO oder das All-in-One-SEO-Pack eingetragen werden.

Schlüsselwörter

Die Schlüsselwörter oder auch Meta-Keywords wurden früher von den Suchmaschinen verwendet, um den Inhalt eines Artikels zu erkennen. Heute ist diese Funktion mehr als umstritten. Es schadet allerdings nicht, die wichtigsten Schlüsselwörter in dieses Feld einzutragen, um die Schwerpunkte des Artikels zusammenzufassen. Um sich die Arbeit zu sparen, gibt es verschiedene Hilfsmittel.  Das schon erwähnte Plugin wpSEO generiert diese Schlüsselwörter zum Beispiel automatisch aus den Wörtern des Artikels oder auf Basis der vergebenen Schlagwörter.

Schlagwörter

schlagwörter 13 Punkte für einen optimalen BlogpostDie Schlagwörter oder Tags sind ähnlich wie in einem Bibliothekskatalog dazu geeignet, um verschiedene Themen leichter einteilen zu können. Fast jede Blogsoftware kann ein Archiv für ein bestimmtes Schlagwort erzeugen. Der Nutzen ist klar, kann man doch sehr leicht bestimme Artikel zu einem Thema zusammenfassen. Nutzt man die Schlagwörter zum Beispiel bei Buchvorstellungen für den Autorennamen, kann man sich leicht eine Seitenübersicht mit allen veröffentlichten Artikeln zu diesem Autor zusammenstellen lassen. Meist lassen sich die vergebenen Schlagwörter auch ein einer sogenannten Tag-Wolke veröffentlichen. Sie können diese Schlagwort-Wolke auch auf unserer Startseite nutzen, um sich tiefer in ein Thema einzulesen.

Kategorien

Ähnlich wie Schlagwörter, dienen Kategorien dazu, alle geschrieben Blogbeiträge so abzulegen, dass man auch später noch alle Artikel zu einem bestimmten Thema wiederfindet. Der Klick auf eine Blogkategorie öffnet meist eine sogenannte Archivseite, die diese Artikel auflistet. Eine Kategorie sollte also zum Inhalt des Beitrages passen. Schließlich möchten wir, dass unser idealer Blogpost auch später noch gefunden wird. Für die Auswahl des Names, der Kategorien gelten ähnliche Regeln wie für die Überschriften. Er soll ansprechen und den Leser neugierig machen. Es ist of gar nicht so einfach, dies in wenigen Worten auszudrücken.

Text und Gliederung

Der eigentliche Text des Artikels ist natürlich der zentrale Punkt jedes optimalen Blogbeitrages. Allerdings beinhaltet dies nicht nur gut recherchierte Informationen und weiterführende Gedanken. Dazu gehört auch, den Text mit zusammenfassenden Zwischenüberschriften leichter lesbar zu machen, und am besten in der Einleitung einen Ausblick über den Inhalt zu geben. Die Überschriften dienen der Wiederholung und der Orientierung im Text, während die Einleitung den Leser motivieren sollte auch bis zu Ende zu lesen. Der Artikel sollte auch Bilder enthalten um die Lesbarkeit zu erhöhen und zusätzlich wird mit passenden Bildern der Inhalt leichter aufgenommen.  Für die Suchmaschinoptimierung wird oft auch über die Dichte von besonderen Schlüsselwörtern gesprochen. In der Regel ist durchaus hilfreich, wichtige Wörter oft zu wiederholen, um die Relevanz für Suchmaschinen zu erhöhen. Aber bitte nicht übertreiben. Eine Schlüsselwortdichte von ca. 3% ist in den meisten Fällen durchaus ausreichend.

Verlinkung

Ein Link ist im Internet nichts anderes als ein Hinweis oder eine Variante eines Quellennachweises. Leider verstehen viele Blogger und Autoren unter einem Link allerdings eher eine Gefahr für den Erfolg des eignen Blogs. Schließlich könnten die Leser ja die eigene Webseite verlassen. In der Regel ist aber ein Link dazu gedacht,  weiterführende Informationen zu dem eigenen Beitrag zu liefern. Und gerade deswegen ist es mehr förderlich als schädlich, dem mündigen Leser die Gelegenheit zu bieten weiter in das Thema einzusteigen. Schließlich kann man selber oft gar nicht  alle Inhalte vermitteln. Dies ist auch für die Suchmaschinen relevant. Verlinkt man auf verschiedene Ressourcen im Internet, die auch die Suchmaschine als glaubwürdige Quellen erachtet, kann man seinen eigenen Standpunkt verbessern. Außerdem ist ein Link in einem Blog eine Möglichkeit den eigenen Blog bekannter zu machen. Durch die eingebaute Trackback-Funktion vieler Blogs wird ein zitierter und verlinkter Blog auf den Link aufmerksam gemacht. Diese Links werden dann oft im verlinkten Blogbeitrag unter den Kommentaren dargestellt. Dadurch werden nicht nur die Leser fremder Blogs auf den eigenen Artikel aufmerksam, sondern auch die Suchmaschinen. Andere Blogs, die aktuelle Beiträge zum Thema veröffentlicht haben, lassen sich am einfachsten über die Google Blogsuche finden.

Aufzählungen

Viele Leute sind, für Autoren unvorstellbar, sehr lesefaul. Oft wird der Text nur überflogen. Lange Texte stellen für manche Leser eine zeitraubende Herausforderung dar, schließlich warten im Feedreader noch viele weitere Beiträge … Diese Leser kann man mit der Nutzung von Auflistungen und Aufzählungen abholen. So oft es möglich ist, kann man durch die Aufzählungen von Punkten die Fakten zusammenfassen und die Übersicht erhöhen.

Fazit

Abschließend sollte man, falls möglich noch einmal ein Fazit ziehen und den Inhalt des Posts zusammenfassen. Diese Gelegenheit kann man auch nutzen, um die wichtigsten Erkenntnisse des Blogposts noch einmal zusammenzufassen. Durch diese Wiederholung bleibt die Kernaussage oft leichter im Gedächtnis.  Außerdem können sie das Fazit nutzen, um den Kontakt zu ihren Stammlesern herzustellen. Ideal ist außerdem eine eingebaute Handlungsempfehlung. Stellen sie provokante Thesen heraus und fordern sie die Nutzer auf sich in den Kommentaren zu beteiligen. Generell eignen sich von dem generellen Konsens abweichende Meinungen, um eine Diskussion anzustoßen. Oder fragen sie doch einfach nach weiteren Vorschlägen der Leser, oft bekommen sie dadurch neue Anregungen, die auch ihren Beitrag bereichern.

Haben sie also noch Anregungen zu unseren Ausführungen? Schreiben Sie einen Kommentar!

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2 Kommentare »

  • Nicolai Illenseer sagt:

    Hallo, ich bin durch Zufall hier reingestolpert und habe den Beitrag sofort zu meinen Lesezeichen genommen. Ich finde den Artikel klasse geschrieben, bietet er doch eine Anregung und ilfestellung für alle, die sich – wie ich – mit einer eigenen Webseite oder einem Blog ins Internet begeben oder einen bestehenden auftritt überarbeiten wollen.

    Ich vermisse aber da einen Punkt, nämlich die Suche nach dem Optimalen Seitentitel. Und da spreche ich mein Problem an, das ich habe, seit ich meine Seite online gestellt habe – ich suche nach einer Idee für einen treffenden Seitentitel (Also was anderes als etwa Lieschen Mülers Blog o.a.), der den Inhalt ansprechen soll (in der Hauptsache meine Meinung und Ansichten zu Ereignissen, also ganz ähnlich dem klassischen Leserbrief in der Zeitung).

    Vielleicht haben Sie einen Tipp?

  • koency sagt:

    Verlinkt man auf verschiedene Ressourcen im Internet, die auch die Suchmaschine als glaubwürdige Quellen erachtet, kann man seinen eigenen Standpunkt verbessern.