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Die Autorin Gitta Becker stellt sich vor

Geschrieben am 26. September 2010 – 18:32Kein Kommentar

Gitta Passfoto aktuell Die Autorin Gitta Becker stellt sich vorIch lebe mit meiner Familie in Berlin. Hier habe ich im Jahr 2001 mein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg bestanden und habe dann im 2002 ein Medizinstudium begonnen. Im Jahr 2005 druckte SZ-Magazin eine Kurzgeschichte von mir, auf deren Grundlage ein Fernsehfilm gedreht worden ist. Dieser wurde im September 2009 unter dem Titel „Mein Mann, seine Geliebte und ich“ ausgestrahlt. Im Mai 2008 erschien dann mein erstes Buch „Das Rosenspiel“, das auf der Kurzgeschichte beruht, im September 2009 folgte „Gänseblümchen“. Weiter Texte und Informationen über mich finden Sie auf meiner Hompage.

Ich bin der Schreck meiner Tochter, die meine Manuskripte lektoriert, weil ich, wenn ich anfange zu schreiben alles um mich herum vergesse und ohne Punkt und Komma schreibe. Ich habe den Anfang des Rosenspiels damals an Jan Weiler geschickt, einfach nur mal um eine Meinung zu bekommen. Er wolle zu gerne wissen wie es weiter geht, aber auch, dass ich atemlos erzählen würde, schrieb er mir. Das Ergebnis war wie oben erzählt. Bei beiden Büchern musste ich keinen Plot schreiben, das ging fast von alleine. Inzwischen hat sich meine Arbeitsweite verändert, ich skizziere und entwickle im Vorfeld.

Kreative Menschen müssen von Natur aus mit Geduld ausgestattet sein: es dauert bis ein Manuskript fertig ist, bis es durch das eigene Lektorat ist, bis ein Verlag eine Zu- oder Absage schickt. All das dauert immer. Manchmal vergehen 6 Monate und mehr bis Verlage sich melden, wenn überhaupt. Begründungen weshalb ein Manuskript abgelehnt wird, werden selten bis nie gegeben. „Gänseblümchen“ wurde zum Beispiel abgelehnt, weil es zu wenig Konflikte habe, es sei zu fröhlich. „Das Rosenspiel“ wurde in der Lektorenrunde deswegen abgelehnt, weil daran „gearbeitet“ werden müsse. Ich recherchiere im Internet, durch persönliche Gespräche mit Laien und Spezialisten.


Das Rosenspiel

Susanne Kramer erwischt ihren Mann beim Seitensprung durch einen mehr als dummen Zufall. Er hört sie nicht in sein Büro im Keller kommen. Zu spät bemerkt er sie um die Mail an der er gerade schrieb zu verstecken. Sie aber ist eine geduldige und kluge Frau. Sie wartet bis ihr Mann, wie jeden Freitagabend, das Haus verlässt. Sie findet im Computer, was sie vermutet hat: er hat eine Geliebte. Nach einer schlaflosen Nacht, weiß Susanne Kramer was sie zu tun hat. Sie wird einen klugen und raffinierten Kampf gegen die Geliebte aufnehmen. Erst wenn diese aus ihrer Ehe verschwunden ist, kann sie über Fortbestand oder Ende entscheiden. Allerlei Hürden gilt es zu nehmen: Die Einladung der Geliebten zu einem unverfänglichen Adventskaffee mit Freunden, der blaue Pullover, das Treffen mit Pitti, der Blick in den Spiegel. All das übersteht sie, bis am Ende eine Entscheidung fällt. „Das Rosenspiel“ ist ein Buch, das man erst wieder aus der Hand legen will, wenn man die letzte Seite gelesen hat.

Gänseblümchen

Über das Leben einer Familie mit einem behinderten Kind ein Buch zu schreiben, ist eine große Herausforderung. Am Ende war ein Werk entstanden, das sehr eindrücklich erzählt, dass man bei allem, das man zum Wohle des Erkrankten tut, sich selbst nicht vergessen darf. Andreas war gesund als er geboren wurde. Scheinbar. Im Laufe seines ersten Lebensjahres bricht die Krankheit aus und bestimmt fortan unser aller Leben. Wir erleben Höhen und Tiefen, Lachen und Weinen, wie jede „normale“ Familie auch. Andreas selbst ist es, der uns die Last der Krankheit nimmt. Sein Lachen, sein Unfug, den er nur allzu gerne treibt, seine stürmische Art zu leben gibt uns die Kraft, Entscheidungen, die wir treffen, immer für ihn und in seinem Sinn zu treffen. Dazu gehört, dass er eines Tages sein eigenes, soziales Lebens wie die Luft zum Atmen braucht. Er lehrt uns, das einzige Gänseblümchen auf der abgemähten Wiese zu finden und uns darüber zu freuen.

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