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Mut zu ungewöhnlicher Buchwerbung

Geschrieben am 3. Oktober 2010 – 09:093 Kommentare

Werbepylonen Mut zu ungewöhnlicher BuchwerbungEs ist wirklich ein Kreuz für die Autoren, besonders wenn sie, wie  viele in der Branche, lieber im stillen Kämmerlein werkeln, als mit großen Tönen an die Öffentlichkeit zu treten.

Da wird mit viel Herzblut und in ungezählten Stunden das Buch erdacht, geschrieben und auf den Weg gebracht. Und wenn man denkt, jetzt ist die Arbeit getan, dann geht sie gerade erst los. Werbung muss her! Damit die Leser überhaupt wissen, dass ein neues Buch erschienen ist. Leider ist es nicht nur ein Buch das gerade erschienen ist, sondern insgesamt gute 90.000 Bücher kommen jedes Jahr neu auf den Markt. Das sind 90.000 Bücher die beworben werden wollen und jedes muss es irgendwie schaffen, sich aus der Masse hervorzuheben, um überhaupt wahrgenommen zu werden.

Werbung für sein Buch zu machen ist harte Arbeit und den Stundenlohn dafür sollte man sich lieber nicht ausrechnen, weil man nach der Bilanz durchaus schon mal in ein tiefes Loch rutschen kann. Doch auch wer an so einem Punkt angekommen ist, sollte nicht die Flinte ins Korn werfen.

Dranbleiben heißt die Devise.
Eine große Chance auf Erfolg bietet schon allein die Tatsache, dass sehr viele Autoren viel zu schnell aufgeben und nach einigen Monaten resigniert jede Werbemöglichkeit für ihr Buch ruhen lassen. Halten Sie also durch und nutzen Sie die Chance, während Mitbewerber ihre Bemühungen einstellen. Erfolg braucht Zeit. Zeit, Geduld und Beharrlichkeit. Natürlich muss auch hier und da etwas Geld für die Werbung eingesetzt werden. Der Einsatz sollte aber gut überlegt werden, um die gedrückte Stimmung, die sich hin und wieder einstellen kann, nicht auch noch mit finanziellen Verlusten zu dämpfen.

Ausgefallene Ideen haben sich immer wieder bewährt. Das muss für ein Buch nicht unbedingt gleich ein leuchtender Werbeturm in Form eines Werbepylonen sein, wie neulich ein ganz eifriger vorgeschlagen hat. Gut vorbereitete Lesungen an themenrelevanten Orten sind fast immer ein Garant für einige Buchverkäufe und bergen die Chance, dass die Heimatzeitung einen kleinen Bericht schreibt. Ansonsten lohnt es sich immer ein paar Flyer und Bücher dabei zu haben, um bei jeder passenden Gelegenheit ein Gespräch auf das eigene Buch zu lenken.

Einfach mal ausprobieren
Denken Sie zum Beispiel einmal daran, wie öde die Wartezeiten in den Wartezimmern von Ärzten oft sind. Haben Sie Mut zu etwas Außergewöhnlichem? Dann stellen Sie sich den Wartenden kurz vor und fragen Sie, ob sie eine kurze Passage aus Ihrem Buch vorlesen dürfen, weil Sie gern ein Feedback hätten. Was denken Sie, wird man Ihnen die Bitte verwehren? Nein! Vielleicht werden Sie ein paar verwunderte oder verunsicherte Blicke bekommen, dann jedoch wird man Ihr Angebot sicher gern annehmen und sich freuen, bei seinem Arztbesuch einen echten Autoren / eine echte Autorin kennengelernt zu haben. Seien Sie mutig und probieren Sie ungewohnte Dinge aus. Sie werden sehen, dass Sie nicht auf taube Ohren stoßen und das eine oder andere Buch dabei verkaufen können. Eine solche Aktion wird gern weitererzählt. Damit haben sie eine prima Mundpropaganda!

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3 Kommentare »

  • Der Beitrag spricht mir aus der Seele. Er gibt genau die Gefühlslage wieder, in der sich relativ unbekannte Autoren befinden, wenn sie sich nicht auf einen etablierten Verlag berufen können.
    Vor allem das Durchhalten ist ebenso wichtig, wie es schwer ist.
    Mir geht das mit meinem Buch “Ein Heide auf dem Jakobsweg” bereits im zweiten Jahr so. Immer, wenn man glaubt, dass ein gewisser kleiner, positiver Trend sich abzeichnet, kommt gleich darauf wieder ein tiefes Loch. Es ist wirklich schwierig, dann trotzdem jedes Mal den Optimismus zu behalten.
    Klar sagt man “Ein Buch findet seinen Weg!”, aber es kann ja nichts schaden, den Weg ein wenig zu ebnen, damit der Prozeß ein wenig schneller verläuft. Deshalb bin ich auch dankbar für jeden noch so kleinen nützlichen Hinweis, was ein Autor noch tun könnte, um sein Buch unter die Menschen zu bringen.

    Mit freundlichen Grüßen, Peter Schumann

  • Marc sagt:

    Hallo an alle, die nach ungewöhnlichen Vertriebswegen suchen. Ich kann (selbst Buchautor) davon berichten, dass Medienvielfalt unterschiedliche Zielgruppen anspricht.

    1. Möglichkeit: Ich selbst arbeite als Sprecher. Damit kann ich Teile meines Buches hörbar machen. Hörproben auf der Homepage “einfach mal anklicken” ist bequem und gängig.
    2. Möglichkeit: kurze Werbefilme, “Intro” oder “Trailer” genannt, machen das Buch “sichtbar”. Bei youtube, myvideo oder der eigenen Website eingestellt, steigert es die Aufmerksamkeit deutlich.
    3. Möglichkeit – eine eigene Website. Ist unter Marketingsaspekten heutzutage ein Muss.

    Ich kann Ihnen als Schriftsteller alle drei Möglichkeiten offerieren. Ich habe hierzu viel Erfahrung sammeln können und bin von diesen 3 Wegen überzeugt. Dabei ist das alles für einen viel niedrigeren Preis zu haben, als man es sich vorstellt.

    Glauben Sie mir. Nehmen Sie gerne Kontakt auf.

    Herzliche Grüße von Marc Schröder
    http://www.marc-schroeder.org

  • Mathias Warnke sagt:

    Hallo, ich möchte noch einen wichtigen Teil ansprechen der relativ leicht und auch günstig ist. Die Facebook Werbung hilft einem da per CPC also die Bezahlung für Einblendungen nicht für Klicks. So kann man auf den Buchtitel im Idealfall für Ebook´s die man zusätzlich anbieten sollte verlinken und direkt zum Kauf animieren. Buchtitel werden sonst nicht oft in der Facebook Werbung gesehen und fallen daher noch mehr auf. Mit 5-50EUR kann man in kurzer Zeit schon einige neue Leser auf sich aufmerksam machen.

    Liebe Grüße