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Ihr Manuskript ist uns 50.000 Euro Wert

Geschrieben am 28. Februar 2011 – 21:21Ein Kommentar

„Wir zahlen für Ihr Manuskript 50.000 €.“

Das ist der Satz auf 50000 fuer ihr manuskript 150x150 Ihr Manuskript ist uns 50.000 Euro Wertden Schriftsteller warten. Möglichst schriftlich per Post von einem angesehenen Verlag. Viele, unendlich viele Autoren träumen von dieser Nachricht. Doch die wenigsten bekommen sie jemals zu hören oder zu lesen. Im Gegenteil, die allermeisten Buchautoren sehen ihre Manuskripte niemals in einem der klassischen Verlage angenommen und greifen auf Alternativen wie Books on Demand zurück.

Deshalb war ich umso erstaunter, als sich neulich eine Neuautorin bei mir meldete und sich beklagte, dass sie zwar die Möglichkeit hätte, ihr Buch in einem Verlag unterzubringen, davon aber Abstand nähme, weil man ihr lediglich 20.000 € plus einen Prozentsatz am Umsatz angeboten hätte.


Ein Verlag ist ein kostenintensiver Betrieb.

Wem will man verdenken, dass Verlage kein Risiko eingehen wollen, indem sie unbekannten Autoren 20.000 € oder mehr vorschießen? Das Geld ist für die Bezahlung von Korrektoren, Lektoren, Grafikern, Werbung, Druck, Lagerhaltung und Vertrieb schnell ausgegeben, aber noch längst nicht wieder eingefahren. Von einem möglichen Gewinn, der erst weitere Verlagsarbeit möglich machen würde, gar nicht zu reden.

Wer tatsächlich von einem renommierten Verlag ein gut bezahltes Angebot bekommt, der sollte zugreifen und nicht von sechsstelligen Beträgen träumen. Die mögen vielleicht beim nächsten oder übernächsten Buch ins Gespräch kommen, wenn tatsächlich ein Bestseller den nächsten jagt. Hier gilt das alte Sprichwort: „Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach.“ In einer Zeit, wo jeder Leser Texte, Gedichte, Kurzgeschichten und Romane kostenlos im Netz lesen oder für wenige Cent als E-Book herunterladen kann, muss man einfach realistisch sein.


Warum nicht einfach sein Buch über Books on Demand veröffentlichen?

Da hat man allemal eine bessere Chance, sich als Autor einen Namen zu machen, als wenn man sein heißgeliebtes Manuskript in der Schublade verstauben lässt. Aber auch hier sollte man keine Wunder erwarten. Wer im Jahr zwischen 500 und 1800 Bücher verkauft, kann sich schon glücklich schätzen und sich über ein schönes Taschengeld freuen. Es gibt mittlerweile viele verschiedene Dienstleister und kleinere Verlage, angeführt vom Marktführer BoD Noderstedt, die eine Buchveröffentlichung bezahlbar machen. Wer die Vorarbeiten selbst erledigen kann, spart die Hauptkosten einer Buchveröffentlichung, die durch Korrektorat, Lektorat und Grafiker entstehen. Doch Books on Demand macht es eben auch möglich, sich für verschiedene Leistungen unterschiedliche Anbieter auszusuchen, die die Vorarbeiten übernehmen.

Eine kleine Auswahl an Büchern, die ich für Autoren und Autorinnen, wie auch für Verlage kreiert habe, sind auf meinem Blog Buchcover & Buchlayout zu sehen. Die Liste werde ich noch erweitern … sobald ich Zeit dazu finde.

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Ein Kommentar »

  • Walter-Jörg Langbein sagt:

    Keine Frage: Ein sehr interessanter, vor allem auch wichtiger Beitrag! Überhaupt… »Studio Roth« ist SPITZE!