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Kann ich ein Buch veröffentlichen ohne Verlag?

Geschrieben am 24. Januar 2010 – 13:2016 Kommentare

veröffentlichen ohne verlag Kann ich ein Buch veröffentlichen ohne Verlag?Es gibt etliche Gründe, weshalb man ein Buch auch ohne einen Verlag veröffentlichen möchte. Böse Zungen gehen generell davon aus, dass dies nur Autoren tun, deren Manuskripte von klassischen Verlagen abgelehnt wurden. Das mag hin und wieder zwar zutreffen, gilt aber längst nicht für alle Autoren.

Gründe für eine Veröffentlichung ohne Verlag
Nicht jeder Autor legt es darauf an, in die Bestsellerlisten zu gelangen, sondern einfach nur die Inhalte seines Buches an eine Zielgruppe weiterzugeben.
•    Seminarleiter zum Beispiel schreiben Bücher und Anleitungen zu spezifischen Themen, die sie ausschließlich an Kursteilnehmer verkaufen.
•    Firmenchroniken, Biografien, die innerhalb eines begrenzten Kreises von Lesern bleiben sollen.
•    Fachliteratur, Doktorarbeiten etc. die sich gezielt an Interessierte richten.
•    Bücher, die ausschließlich auf Lesungen verkauft werden sollen.
•    Bücher, die nur für einen begrenzten Zeitraum von Interesse sind, weil sie sich mit Themen befassen, die inhaltlich durch technische Weiterentwicklung schnell veraltet sein können (z.B. Anwenderbücher für technische Geräte oder Softwareanleitungen)
•    Ältere Autoren haben nicht immer die Zeit, auf die Annahme durch einen Verlag zu warten, auch dies kann ein guter Grund sein, sein Buch selbst zu verlegen.

Der Weg zur Veröffentlichung ohne Verlag setzt voraus, dass man die notwendigen Schritte kennt:
Ist das Manuskript fertig, muss es korrigiert und lektoriert werden. Anschließend wird der Text in einen Buchblock verwandelt. Das heißt, mithilfe eines DTP-Programms werden die Seiten gestaltet und für den Druck vorbereitet. Das Cover wird entworfen, mit einem Grafikprogramm am PC gestaltet und ebenfalls für den Druck vorbereitet. Bücher, die in den Buchhandel gehen, benötigen eine ISBN und einen Barcode für die Scannerkasse im Buchhandel. Wer sich diese Schritte zutraut, kann sie komplett in Eigenregie übernehmen. Als Alternative bieten sich Dienstleister an, die diese Arbeiten übernehmen. Ein Vergleich lohnt sich, da die Preisunterschiede und Leistungen erheblich sind. Viele Druckereien bieten diese Leistungen ebenfalls an.

Anschließend werden die Dateien zur Druckerei gegeben, die den Buchblock und das Cover drucken. Nach dem Druck erfolgt die Weiterverarbeitung in der Buchbinderei. Für Selbstverleger beginnt an dieser Stelle, die Arbeit für Marketing, Verkauf und Vertrieb.

Der direkteste Weg zur Veröffentlichung ohne Verlag
ist die Zusammenarbeit mit einer Druckerei vor Ort. Mit ihr kann man, für eine bestimmte Auflagenhöhe, einen Preis aushandeln. Die Druckerei druckt die gesamte Auflage auf einmal, der Autor kann sich die Bücher nach Hause holen, dort lagern und nach und nach an Leser und Buchhandlungen verkaufen. Diese Variante sein Buch zu veröffentlichen kann – je nach Auflagenhöhe – einen Gewinn von bis zu 70 % des eingesetzten Kapitals einbringen. Allerdings nur, wenn der Autor keinerlei zusätzliche Dienstleistungen in Anspruch nimmt, die den Verkauf seines Buches vorantreiben. Sobald Dritte ins Spiel kommen, wirkt sich das schmälernd auf den Gewinn aus. So nimmt der Buchhandel ein Buch nur in sein Sortiment, wenn er am Gewinn beteiligt wird. Der Anteil für den Buchhändler beträgt in der Regel zwischen 30 bis 40 % am Verkaufspreis. Das mag sehr viel erscheinen. Bedenkt man jedoch, dass übliche Verlagsauszahlung an Autoren ca. 10 % betragen (bzw. ein vereinbarter einmaliger Betrag), bleibt dem Autor immer noch ein höherer Gewinn, als bei der Veröffentlichung in einem Verlag. Und ganz ohne den Buchhandel dürfte es schwer werden, sein Werk zu verkaufen.

Vorteile bei Veröffentlichung ohne Verlag
•    Autoren, die als Selbstverleger auftreten, bestimmen allein über den Inhalt ihres Buches.
•    Die Gestaltung des Covers kann nach eigenem Ermessen erfolgen.
•    Keine Einmischung Dritter über Inhalt und Gestaltung des Buches
•    Autoren können den Verkaufspreis selbst festlegen
•    Der Gewinn aus dem Verkauf ist höher, als die Marge, die Verlage ausschütten können.
•    Autoren haben jederzeit Kontrolle über den Verkauf

Nachteile bei Veröffentlichung ohne Verlag
•    Erstellung von Buchblock und Cover muß in Eigenregier erfolgen
•    Der Autor muss das Marketing von A-Z selbst in die Hand nehmen.
•    Das gilt für die Erstellung von Pressemeldungen und deren Verbreitung
•    für die Gestaltung und Verteilung von Flyern, Postkarten u.a. Werbematerial
•    Lesungen müssen selbst organisiert und bekannt gemacht werden
•    Der Vertrieb muss in Eigenregie übernommen werden.
•    Ebenfalls Verhandlung mit / und Belieferung des Buchhandels

In diese Arbeiten fließen enorm viel Zeit und Energie. Wer Spaß daran hat und vor Ideen sprüht, geübt ist mit DTP- und Grafikprogramm, ein Organisationstalent ist und die Zeit findet, all dies umzusetzen, der ist vermutlich der geborene Selbstverleger. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass der Vertrieb die größte Hürde ist und so manche Auflage erwartungsfroher Bücher, schon nach wenigen Monaten, für lange Jahre in den Kellern der Autoren schlummert.

Unterstützung bei der Veröffentlichung  durch spezialisierte Dienstleister
Natürlich bleibt auch dem Selbstverleger die Möglichkeit offen, einige Schritte bei der Umsetzung des gesamten Buchprojektes an Profis abzugeben. So kann ein Lektor beauftragt werden, der das Buch inhaltlich in Form bringt oder ein Korrektor, der Rechtschreibung und Grammatik auf Herz und Nieren überprüft. Der Buchumschlag, das Cover, das der erste Reiz ist, den Leser anzusprechen und zum Kauf zu animieren, kann von Profis erstellt und für die Druckerei aufbereitet werden. Auch für den Vertrieb kann man sich an Firmen wenden, die über eine entsprechende Logistik verfügen. All diese Helfer sorgen dafür, dass ein Buch in professioneller Ausstattung auf den Markt kommt. Die Verkaufschancen erhöhen sich dadurch enorm. Da die Kosten für die Dienstleister vom Gewinn abgerechnet werden müssen, verringert sich die Marge pro verkauftem Buch für den Autor. Dies kann aber bei gutem Absatz durch die Menge der verkauften Bücher ausgeglichen werden.

Gute Alternativen zum kompletten Selbstverlag sind Book on Demand Anbieter. Erster Anbieter war 1998 eine Innovation von Libri, die  BoD in Norderstedt, der sich mittlerweile zum europäischen Markführer gemausert hat. Bei Books on Demand handelt sich um Druckereien, die Bücher nicht in kompletten Auflagen drucken, sondern auf Nachfrage. Möglich ist dies durch den Einsatz digitaler Druckverfahren, die in der Lage sind, ein komplettes Buch, quasi in einem Arbeitsgang herzustellen. Der Autor liefert eine druckreife Pdf-Datei seines Buches und zahlt dafür einen niedrigeren Preis an den Druckdienstleister. Wann immer jetzt ein Buch bestellt wird, kann es ohne großen Aufwand in kürzester Zeit hergestellt werden. Viele Books-on-Demand Dienstleister bieten zu günstigen Preisen auch den Vertrieb der Bücher an.

Artikel im Stern zum Thema
Artikel von Heise zum Thema

Dienstleister, die Ihnen helfen, Ihr Projekt professionell auf den Weg zu bringen
•    verringern den Gewinn aus dem Einzelexemplar
•    erhöhen die Verkaufszahlen und damit letztlich den Gewinn
•    entlasten den Autor, der die Zeit vielleicht zum Schreiben weiterer Bücher oder Artikel benötigt.

Die günstigste Variante, sein Buch ohne Verlag zu veröffentlichen, ist im Augenblick der Verkauf in Form von E-Books. Dieser Weg spaltet verständlicherweise nicht nur die Leserwelt, sondern auch die Welt der Autoren und Verlage, und wird allerorts heftig diskutiert. Denn was für Autoren mehr Unabhängigkeit von Verlagen und Druckereien bedeutet, kann für diese der wirtschaftliche Ruin sein, wenn der Trend zum E-Book sich massiv verstärkt.

Druckereien und Book on Demand Anbieter
Wie überall gibt es zwischen seriösen Anbieter auch in diesem Bereich schwarze Schafe und es empfiehlt sich die Angebote und AGBs genau zu prüfen, und gegebenenfalls die Firmen mit Fragen zu kontaktieren.

Haben Sie schon Erfahrungen sammeln können, hinsichtlich der Buchveröffentlichung ohne Verlag? Dann freuen wir uns, wenn Sie uns und anderen Autoren Ihre Erfahrungen mitteilen.

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16 Kommentare »

  • [...] können Sie auch ohne Verlagsanbindung ein Kinderbuch schreiben. Dafür eignen sich diverse Book on Demand Druckereien, die sowohl den Buchhandel beliefern, als auch kleinste Auflagen für eine begrenzte Leserschaft [...]

  • Libri-Amici.com sagt:

    Libri-Amici.com macht eine erfolgreiche Buchveroeffentlichung moeglich!
    Der Online-Start-Schuss ist gerade gefallen…

    Libri-Amici.com ist ein internationaler Online-Marktplatz, der für freie Autoren und Leser erschaffen wurde.
    Ambitionierte Autoren können selbstkostenfrei ihre Werke als E-Books zum Verkauf anbieten.

    Wir bieten AutorInnen somit die Möglichkeit gute und wertvolle Büchern, die bislang unveröffentlicht geblieben sind für jedermann zugänglich zu machen. Jeder Autor bekommt hier die Möglichkeit sein Buch als E-Book und das darin enthaltene Wissen an andere Menschen weiterzugeben.

    Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben, würden wir uns sehr freuen, Sie bald bei uns begrüßen dürfen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihr Team von Libri-Amici.com

  • Wie bereits erwähnt, gibt es einige Dienstleister, die dem Autor wichtige Schritte auf dem Weg zum eigenen Buch (z.B. Lektorat, Buch- und Coverlayout, etc.) abnehmen und die Veröffentlichung im eigenen Verlag in professioneller Weise vornehmen. Der Vorteil von kleineren Anbietern liegt eindeutig in der persönlichen Beratung und Betreuung, die bei den Branchenriesen wie BOD etc. schon einmal hinten an gestellt werden muss. Auch gerade angesichts der Vielzahl der Autoren die bei den großen, alteingesessenen Printing-on-Demand-Anbietern veröffentlichen, erscheint die Entscheidung für einen kleineren und evtl. noch stärker motivierten Privatverlag wie z.B. http://www.laudatio-verlag.de eher empfehlenswert zu sein, da dieser z. B. auch einen größeren Wert auf ein durchdachtes Gesamtkonzept und ein individuelles Coverlayout legt. Der Laudatio Verlag stellt seine Bemühungen voll und ganz in den Dienst seiner Autoren und ist von daher die ideale Alternative für Autoren, die Ihre Buchveröffentlichung in die eigene Hand nehmen wollen und trotzdem nicht auf die professionelle Unterstützung eines Branchenspezialisten verzichten wollen. Mehr Infos gibt es unter: http://www.laudatio-verlag.de

  • Edith Wilde sagt:

    Ich bin als Jungautorin gerade von höchsten Höhen in echte Tiefen gestürzt. Die Verlage umwarben mich so wundervoll, und ich Ahnungslose war überglücklich, weil mein Buch so außergewöhnlich und sehr gut sei. Und jetzt? All diese Verlage verdienen ihr Geld nicht mit Büchern, sondern mit Autoren. Schlimm. Und peinlich, denn ich habe meine tollen Kritiken natürlich hergezeigt. Man wird echt nur noch verarscht…Und ich weiß nicht, ob mein Roman nicht doch so toll ist…

  • gcroth sagt:

    Ich denke, peinlich muss das nicht sein, wenn man gutgläubig an schwarze Schafe gerät. Verlage, die nur darauf aus sind, Autoren über den Tisch zu ziehen, gibt es ja leider genug. Da hilft nur, in Zukunft genau nachfragen und sobald die Worte wie Honig fließen: hellhörig werden!
    Und ansonsten: hartnäckig dran bleiben, weiter nach einem seriösen Verlag suchen und sich nicht beirren lassen. Ich drücke die Daumen!

  • Ernst Probst sagt:

    Ich habe meine ersten fünf Bücher bei einem großen Verlag veröffentlicht und damit sehr erfreuliche Erfolge erzielt. Trotzdem möchte ich heute kein Buch mehr bei einem großen Verlag herausbringen. Beim Verlag hat es immer drei, vier oder sogar fünf Jahre gedauert, bis das Buch endlich gedruckt vorlag. Heute veröffentliche ich jährlich bis zu sechs oder noch mehr Taschenbücher. Dabei redet mir niemand beim Layout, bei Überschriften, beim Text, der Bildauswahl, Werbung usw. rein. Diese Freiheit ist unbeschreiblich schön, wenngleich sie mit merklich geringeren Honoraren verbunden ist.

  • gcroth sagt:

    Vielen Dank für diesen Kommentar, Herr Probst!

    Ich sehe das genauso und genieße diese Freiheit ebenso, wie es viele andere Autoren auch schon machen.

    Beide Möglichkeiten haben sicher Vor- und Nachteile und jeder Autor sollte für sich abwägen, welche Form der Veröffentlichung, seinen Bedürfnissen entspricht. Wie so oft gibt es auch hier kein pauschales “Gut” oder “Nicht Gut”.

    Ich finde es klasse, dass jeder Autor heute die Wahlmöglichkeit hat zwischen klassischem Verlag und Selbstverlag. Vielleicht auch sogar beides nutzen kann für unterschiedliche Bücher.

  • Petra Dirkes sagt:

    Ich mache gerade die ersten Erfahrungen damit, ein Buch ohne Verlag zu veröffentlichen. Ich würde Herrn Probst und Frau Roth in jedem Punkt zustimmen – auch ich liebe die Freiheit, selbst zu entscheiden.
    Hinsichtlich der Vermarktung bzw. Bekanntmachung habe ich mir allerdings die ersten blauen Flecken schon abgeholt. Blauäugig wie ich war, dachte ich: Wenn du dein Buch in die Foren deiner Zielgruppe stellst, wird sie das erfreuen. Aber genau das Gegenteil war der Fall. Daher kann ich jedem Autor nur raten, bevor er sein Buch in Foren vorstellt, GENAUESTENS die Forenregeln zu lesen – der Schuss kann sonst gewaltig nach hinten losgehen. Statt Freudengeheul erntet man schnell Prügel.
    Für’s Erste konzentriere ich mich jetzt auf Presse- und Buchportale. Eine Internetseite habe ich schon und als Nächstes werde ich mich den Themen Bloggen und Twittern widmen – diesbezüglich gibt es für mich noch viel zu lernen, da ich die Funktionsweise noch nicht so richtig begriffen habe.

  • gcroth sagt:

    Hallo Frau Dirkes,
    der Punkt “Marketing” wird oft von Autoren unterschätzt. Werbung für seine Sache, für sein Buch, muss immer wieder gemacht werden. Kontinuierlich und auf verschiedenen Ebenen. Das kostet leicht noch einmal soviel Zeit, wie ein Buch zu schreiben.

    Auch klassische Verlage selektieren deshalb ihre Veröffentlichungen, denn eine große Werbekampagne verursacht hohe Kosten, spielt das beworbene Buch diese nicht wieder ein, kann schon ein einziges Buch, einen kleinen Verlag in den Ruin treiben.

    Das Internet bietet viele Möglichkeiten, auf sich aufmerksam zu machen, aber man muss sich halt in alles hineinlesen und sich die Zeit dafür nehmen. Viel Erfolg wünsche ich Ihnen!

  • Mir ist es ähnlich gegangen, wie hier schon beschrieben:
    Da war mein “Buch” also fertig, was nun?
    Ich schickte das Manuskript an fünf verschiedene Verlage und rechnete mit nichts – schließlich weiß man, wie gering die Chancen sind, als unbekannter Autor an einen Verlag “zu kommen”.
    Ich erhielt in Kürze von vier Verlagen Antwort. Gerne würde mein Manuskript aufgenommen, doch eben nur unter einer Kostenbeteiligung. Auf der einen Seite nachvollziehbar, auf der anderen Seite war ich sehr verunsichert.
    Auch aus Kostengründen habe ich mich für eine Veröffentlichung ohne Verlag entschieden.
    Eigentlich bin ich damit auch sehr glücklich (aus den hier schon beschriebenen Gründen) – nur: Viele Bücher habe ich noch nicht verkauft ;-)
    Vielleicht kommt das ja noch…
    Und falls nicht, so hält sich der Schaden doch in Grenzen – und der Stolz auf das eigenes Buch (, das durchaus seine Leserschaft hat,) der bleibt…

  • Imperator T. Validior sagt:

    Ich habe bereits mehrfach bei großen Verlagen veröffentlicht und festgestellt, dass das ganze Marketing trotzdem an mir hängenblieb: Da wurden allenfalls mal Annoncen über die Hausdruckerei geschaltet, aber um Lesungen usw. musste ich mich selbst kümmern. Ich hatte sogar noch Adresslisten für Rezensionsexemplare selber zusammenzustellen! Hier besteht also überhaupt kein Unterschied zwischen Selbstverlag/BoD und “seriöser” Veröffentlichung – jedenfalls, so lange Sie nicht Ken Follett heißen.

  • Lori7 sagt:

    Ich habe bereits einige Bücher erfolgreich selbst veröffentlicht und kann es jedem empfehlen! Es ist eine tolle Erfahrung und man lernt unglaublich viel.

    Für alle Neuautoren empfehle ich diese praxisnahe Anleitung, wie man sein Buch oder E-Book selbst veröffentlicht:

    Buchtitel: Praxishandbuch Selfpublishing

  • Thomas Müller sagt:

    Zumindest für Fachbücher und akademische Arbeiten scheint die Veröffentlichung über einen POD-Anbieter sinnvoller als in vollständiger Eigenregie.

    Das Cover ist da nicht so wichtig wie z.B. bei Belletristik und man muss sich eigentlich um nichts kümmern. Die ISBN-Vergabe erfolgt automatisch, auch die Listung bei Buchshops. Je nach Gusto kann ich meinen Text als Buch und E-Book veröffentlichen. Und auf einer reichweitenstarken Plattform – ich habe beim GRIN Verlag grin.com veröffentlicht – kommen die Interessenten quasi von allein.

    Bei der Eigenveröffentlichung und -vermarktung wird oft nicht berücksichtigt, dass sich ein Buch eben nicht von alleine verkauft. Eine ausreichende Verbreitung ist ebenfalls notwendig.

    Und zudem sollte man auch soziale Netzwerke wie z.B. Facebook für Marketing nutzen.

  • Nach meinen ausführlichen Recherchen über Verlage zur Veröffentlichung meines Romans “Operation Rotkohl” bin ich von den sog. Zuschussverlagen völlig abgerückt, ganz abgesehen, dass ich mir diese teilweise horrenden Vorauszahlungen gar nicht leisten kann. Letztendlich bin ich bei “Books On Demand” gelandet. Hier klappte für einen Spottpreis alles zur vollsten Zufriedenheit! Das Buch war schnell gedruckt (zumindest meine selbst bestellten 25 Exemplare) und es ist auch bei allen Internetbuchshops und im Handel zu bestellen, wenn, ja wenn …..

    Jetzt muss das Buch nur noch vermarktet werden, aber wie? Gibt man den Titel bei Google ein, so kommt man sofort genau dahin, wo ich es mir wünsche. Nur, wer kommt schon auf so eine Sucheingabe wenn er den Titel gar nicht kennt?
    Also, was tun?

    Ich habe schon verschiedene Zeitungen (Tageszeitung, Focus, Spiegel) mit Presseinformationen, einem selbst “gebastelten” Flyer und einem Poster versorgt. Die Frage ist nur, ob das dort überhaupt gelesen wird oder sofort in den Papierkorb wandert.

    Hier wäre ich für jeden Tipp sehr dankbar. Für jeden, der mich gezielt unterstützen könnte, halte ich diese Mailadresse bereit: dkive@gmx.de

    Vielen Dank für Ihre/Eure Aufmerksamkeit.

  • Jessica sagt:

    Wenn jemand sein Buch veröffentlichen möchte und dabei nicht über einen Verlag gehen möchte, dem würde ich AnneCatalan empfehlen. Die sind ziemlich günstig, veröffentlichen Bücher als e- book oder/und Taschenbuch und man bekommt auch eine ISBN wenn man möchte. Außerdem übernehmen die das Formatieren und Marketig oder auch Übersetzungen. Es ist zwar eine US- website, aber die Leute von AnneCatalan sprechen auch Deutsch und andere Sprachen. Ich muss sagen, dass ich sehr zufrieden mit denen war.

  • Richard22 sagt:

    Warum werden hier nur BOD-Anbieter empfohlen? Es gibt da weitaus mehr Möglichkeiten, vor allem ziemlich günstig die eigenen Texte zu veröffentlichen. Vorausgesetzt man entscheidet sich für eine rein digitale Veröffentlichung – die bringt viele Vorteile und macht wenig Arbeit. Außer klar – das Marketing, darum muss man sich selbst kümmern. Ich würde die Plattform XinXii empfehlen – dort kann man kostenlos Bücher und Texte jedweder Art hochladen auf einer eigenen Autorenseite, erhält bei einem Preis über 0,99 EUR 70% Tantiemen pro E-Book und kann seine Dateien auch noch konvertieren lassen. Das finde ich am besten – ich kenne mich damit überhaupt nicht aus und XinXii bietet das völlig kostenfrei an und liefert die E-Books dann auch an weitere Partner-Shops aus. Das ist wirklich was für Anfänger, die sich überhaupt nicht auskennen und eine erste Chance haben wollen, endlich mit dem eigenen Schreiben öffentlich zu werden!