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Autoren sind Sammler und Jäger

Geschrieben am 26. Januar 2010 – 09:05Kein Kommentar

autoren sammeln infos1 Autoren sind Sammler und JägerAls Autor sollten Sie unbedingt immer auf der Suche nach Quellen für interessante Informationen sein. Handfeste Informationen auf deren Wahrheitsgehalt man sich verlassen kann, gibt es nicht immer kostenlos. Je nachdem, über welches Thema oder für welchen Auftraggeber Sie schreiben wollen, lohnt es sich, auch kostenpflichtige Dienste zur gewissenhaften Recherche zu buchen.

Als Romanschreiber können Sie sich natürlich jede mögliche Handlung ausdenken und niederschreiben. Trotzdem werden Sie nicht drum herum kommen, auch für ihren Roman gewisse Recherchen durchzuführen. Schreiben Sie zum Beispiel an einem historischen Roman aus dem 17. Jahrhundert? Nun, dann wäre es wichtig, sämtliche Informationen die aus dieser Zeit zur Verfügung stehen, zu sammeln. Auch Science Fiction sollten nicht aus einem chaotischen Wust erdachter Dinge und Wesen bestehen. Nachvollziehbare Logik mit denkbaren Situationen und Begebenheiten, müssen dem Leser angeboten werden. Ganz gleich, worüber Sie schreiben, Sie werden einen Wust von Informationen ansammeln, von dem Sie vielleicht nur 5-10 % verwerten können. Dafür aber am Ende einen Roman verfassen, in dem nicht die Küchenmagd der Prinzessin nach Feierabend, mit der U-Bahn in ihre zusammengesparte Eigentumswohnung fährt und genervt vor der Glotze abhängt …

Je nach Art und Inhalt eines Textes, muss man sich als Autor Unterlagen, Bücher, Websites u.a. Recherchematerial zulegen. Auch hier ist die Arbeit dank Google & Co. erheblich leichter, als noch vor den Zeiten des Internets. Eine Fülle von Informationen steht per Mausklick zur Verfügung. Doch Vorsicht ist geboten! Nichts alles was im Netz zu finden ist, entspricht auch den Tatsachen. Saubere Recherche ist heute wichtiger denn je. Ich habe mir angewöhnt grundsätzlich die herkömmlichen Methoden wie Bücher, Zeitschriften, Zeitungen und wo möglich und nötig, Betroffene und Fachleute hinzuzuziehen. Wo immer es machbar ist, ist die eigene Erfahrung, das eigene Überprüfen, als Ratgeber vorzuziehen. Informationen, die über viele verschiedene Quellen zu einem kommt, sind mit Vorsicht zu genießen, da bei jeder Weitergabe Fakten hinzugedichtet oder weggelassen werden können.

Schreiben Sie für Zeitungen und Zeitschriften, wohlmöglich noch für Fachbranchen, dann ist die saubere Recherche und eigenes Fachwissen, höchstes Gebot. Falsche Informationen können im schlimmsten Fall erheblichen Schaden anrichten. Legen Sie sich eine Datei zu, in die sie alle wichtigen Informanten, Telefonnummern, Adressen und Links nach Themen sortiert eintragen. Auch die, die Sie vielleicht im Augenblick nicht brauchen. Wann immer Sie auf Infos stoßen, die irgendwann einmal wichtig sein könnten, dann speichern Sie sie, schreiben Sie sie sich auf, legen Sie ein Archiv an.

Die Recherche für ein Thema kann durchaus der aufwendigste Teil einer Textarbeit sein und wesentlich mehr Zeit in Anspruch nehmen, als das eigentliche Schreiben. Je spezieller ein Thema, desto schwieriger die Recherche. Legen Sie sich dafür verschiedene Archive an. Auf dem PC in Form von Ordnern, in Ihrem Browser als Bookmarks, die Sie nach Themen sortieren. Für Artikel aus Büchern und Zeitschriften, legen Sie sich vielleicht Ordner oder Karteikästen an, in die Sie akribisch alles einsortieren, das auch nur annähernd interessant und verwertbar sein könnte. Probieren Sie aus, mit welcher Methode Sie am Besten zurechtkommen. Aber vergessen Sie dabei niemals: Bücher oder Artikel anderer Autoren, können nur Denkanstöße geben! Wer erfolgreich schreiben will, muss sich die Mühe machen und das Thema mit eigenen Gedanken, Worten und Wissen neu aufbereiten.

Am Besten ist es, wenn Sie selbst vor Ort sind (wenn es nicht grad im 17. Jh. sein soll), Interviews führen und sämtliche Informationen aus erster Hand bekommen. Dazu versuchen Sie, ein breites Netzwerk aufzubauen. Je mehr unterschiedliche Menschen, Medien und Gruppen Sie kennen, desto mehr Informationen stehen Ihnen bei Bedarf zur Verfügung.

Jeder Autor entwickelt früher oder später sein eigenes System zum Archivieren und vor allem zum Wiederauffinden (!) von Infos. Welches System hat sich für Sie bewährt und welches würden Sie auf keinen Fall empfehlen? Sind Sie eher der “im Schuhkartonsammler” oder der akribische Sortierer, der alles chronolgisch abheftet?

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