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Sechs einfache Tipps für Ihren ersten Auftragstext

Geschrieben am 11. Februar 2010 – 19:072 Kommentare

der erste auftragstext Sechs einfache Tipps für Ihren ersten Auftragstext Aller Anfang ist holperig und so werden die ersten Auftragstexte manchmal zur Qual. Oft bekommt man von seinem Auftraggeber lediglich keywords und bestenfalls noch ein Stichwort zum Thema. „Schreiben Sie mir mal eben einen Text mit 400 oder 600 Wörtern.“ Um einen Text abzuliefern, der so nahe wie möglich an die Vorstellungen des Auftraggebers herankommt, brauchen Sie Hintergrundwissen über das, was der Text vermitteln soll.


Fragen Sie nach der Zielgruppe

Die wichtigsten Fragen am Anfang: Soll ein Text fürs Web oder für ein Printmedium geschrieben werden? Welche Zielgruppe soll im Text wie angesprochen werden? Welche Hauptaussage soll der Text haben?“

Bekommen Sie z.B. das Stichwort „Schönheitschirurgie“, sollten Sie wissen, ob der Text für eine chirurgische Klinik oder für eine Naturheilpraxis geschrieben werden soll, ob für ein Modelmagazin oder für eine Internetseite die sich natürlicher Schönheitspflege widmet. Außerdem müssen Sie wissen, welcher Sprachstil bevorzugt wird. Soll allgemein in einem lockeren Umgangston geplaudert werden, oder soll spezielles Fachwissen in einem gehobenen Sprachstil vermittelt werden? Möglicherweise möchte Ihr Auftraggeber einen sogenannten „man“-Text, der eher allgemein geschrieben ist. Oder er legt Wert auf persönliche Ansprache und besonders gewählte Wortwahl. Versuchen Sie im Vorfeld so viele Infos wie möglich über die Zielgruppe zu erfahren, das erleichtert das Texten enorm und erspart spätere Enttäuschungen.


Schreiben Sie so normal wie möglich.

Natürlich sollten Sie an Ihrem Text feilen und die bestmögliche Ausdrucksweise herausarbeiten. Aber Vorsicht! Auch hier kann man zu viel des Guten tun. Stellen Sie sich beim Schreiben vor, dass Sie jemandem das Thema vermitteln wollen. Auch „trockene“ Themen lassen sich mit ein wenig Fantasie locker darstellen. Langweilen Sie Ihre Leser nicht mit ständigen Wiederholungen aus umgestellten Satzelementen oder mit langatmigen Beschreibungen. Vermeiden Sie Fachbegriffe in Texten, die für die Allgemeinheit erstellt werden. In den meisten Fällen lassen sie sich problemlos durch für jedermann verständliche Begriffe ersetzen.


Bleiben Sie beim Thema

Das hört sich einfach an, ist aber manchmal gar nicht leicht. Ich habe erlebt, dass mich ein Thema so stark angesprochen hat, dass mir viele Nebenthemen dazu einfielen, von denen ich überzeugt war, dass sie irgendwie zum Thema gehörten, sodass ich kein Ende finden konnte. Das können Sie zu Ihrem Privatvergnügen natürlich jederzeit umsetzen, für Ihren Auftrag, mit einem bestimmten Thema und einem vorgegeben Volumen, bringt Ihnen das keine Lorbeeren.


Schreiben Sie kein Blabla

Man stößt ihm Netz öfter auf Artikel, bei denen man während des Lesens ungeduldig wird. Quält man sich bis zum letzten Satz durch, weiß man weshalb: Es gab im Artikel nicht eine einzige interessante Information. Es wurde lediglich um das eigentliche Thema, mit dem die Überschrift den Leser gelockt hat, drum herum geredet. Tun Sie das bitte nicht. Sie verärgern ihre Leser damit. Schreiben Sie nur über Themen, über die Sie wirklich etwas wissen, und teilen Sie Ihr Wissen mit dem Leser.


Recherchieren Sie gründlich

Sind in einem Artikel Zahlen und Fakten gefragt, dann recherchieren Sie diese gründlich. Falsche Informationen führen dazu, dass Ihre Texte wertlos sind. Recherchieren war für Texter und Autoren noch nie mit so wenig Aufwand möglich wie heute. Fast das gesamte Wissen der Welt sammelt sich im Internet. Suchen Sie sich aus seriösen Quellen die Fakten heraus und überprüfen Sie die gefundenen Aussagen, bevor Sie sich von ihnen inspirieren lassen. Nutzen Sie das Wissen, das andere im Netz und in Büchern verbreitet haben, aber glauben Sie nicht alles, was Sie dort lesen, ohne sich wieder und wieder informiert zu haben. Nur so können Sie sich einen guten Ruf als seriöser Texter erarbeiten.


Blähen Sie Texte nicht auf

Was mit einem aufgeblähten Text gemeint ist, kann ich am Besten an einem Beispiel zeigen:

1. „Füllwörter sind überflüssige Wörter, die aus einem kurzen Text einen langen zaubern.“

2. „Diverse kurze oder lange Füllwörter sind unter anderem, ein überaus beliebtes und viel genutztes Instrument, um aus einem möglicherweise zu kurz geratenen Text, einen wesentlich längeren Artikel für den Leser zu erarbeiten.“

Der zweite Satz weist trotz seiner Länge keine einzige brauchbare Information mehr auf, als der erste. Er wurde mit überflüssigen Worten bestückt, die dem Leser Zeit rauben, den Auftraggeber Geld und Sie als Texter oder Texterin den guten Ruf kosten können.

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2 Kommentare »

  • [...] für diese Arbeit hinzugeben. Andere aber machen es wie viele erfolgreiche Autoren und fertigen Auftragsartikel für unterschiedlichste Auftraggeber an, um überhaupt auf ein ausreichendes Einkommen zugreifen zu [...]

  • Rita Hajak sagt:

    Hallo Grete,

    in der Tat ist es so, dass man über Auftragstexte häufig zu wenig Info erhält. Ich selbst schreibe des Öfteren Texte, die ich so verfasse, damit sich jeder angesprochen fühlt. Mehr Hintergrundwissen wäre von Vorteil, um den Text sinnvoller zu gestalten. Wenn man weiß, für wen man schreibt, kann man einen Text detaillierter formulieren.
    Sicherlich gibt es auch Auftragsthemen die genügend Information enthalten.
    Außerdem ist auch wichtig, dass die Texte knapp, präzise und dennoch interessant geschrieben sind.
    Sozusagen: Auf den Punkt gebracht.