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Brauche ich als Autor / Schriftsteller eine Ausbildung?

Geschrieben am 11. Januar 2010 – 07:068 Kommentare

erfolgreich schreiben als autor1 150x150 Brauche ich als Autor / Schriftsteller eine Ausbildung?Einen gewissen Ausbildungsstand setzt der Beruf als Schriftsteller oder Autor auf jeden Fall voraus. Im Gegensatz von Talent und Freude am Schreiben, die einem in die Wiege gelegt werden, lassen sich handwerkliche Defizite jedoch lernen. Ich kenne Autoren, die nur aus Spaß an der Freud schreiben und wenig Wert auf einen handwerklich sauberen Stil legen. Nun, diese Freiheit hat jeder in unserem Land und sie sollte auch nicht beschnitten werden. Allerdings sollten sich Autoren, die ihre Texte, Artikel oder Bücher veröffentlichen, und über mangelnden Erfolg klagen, vielleicht doch einmal fragen, ob der Grund dafür in den fehlenden handwerklichen Fähigkeiten liegen könnte.

Ein Buch zu lesen, das voller Fehler steckt, ist mühsam und verdirbt die Freude an einer vielleicht knackigen Geschichte. Als ernstzunehmender Autor, sollten Sie sich darum bemühen Grammatik und Rechtschreibung zu beherrschen. Wenn es gar nicht gelingen will, dann kann natürlich ein Korrektor oder Lektor beauftragt werden, der dafür sorgt, dass ein Text handwerklich in Ordnung ist. Das kostet allerdings Geld.
Verlage nehmen normalerweise unkorrigierten Texte gar nicht erst an, es sei denn, die Story ist so ein Knaller, dass sich der Aufwand lohnt, den Text vom verlagseigenen Korrektor und Lektor überarbeiten zu lassen.

Wer merkt, dass es ihm an handwerklichem Können mangelt, hat diverse Möglichkeiten, diese aufzuarbeiten. Der effektivste Weg ist vermutlich ein Volkshochschulkurs, der das, was fehlt oder vergessen wurde, noch einmal neu vermittelt. Vorteilhaft ist in dem Fall, dass ein Lehrer direkt ansprechbar ist, Fragen sofort beantwortet werden und Übungen intensiv eingefordert werden können.

Wo diese Möglichkeit nicht besteht, oder für Autoren, die keine regelmäßigen Kurstermine einhalten können, bietet sich ein Fernkurs an. Verschiedene Fernschulen unterrichten und vermitteln die Grundlagen für die Arbeit als Autor. Auch hier bekommt man einen Lehrer zugeteilt, Übungsaufgaben und ein Feedback vom betreuenden Lehrer hilft, die eigenen Schwächen herauszufiltern. Diese Form des Selbststudiums erfordert ein gewisses Maß an Disziplin, um sich wirklich regelmäßig den Übungen zu widmen. Aber vielleicht ist das schon die erste Übung auf dem Weg zum erfolgreichen Autor: Das konsequente Einhalten selbst gesetzter Schreibzeiten.

Wer das journalistische Handwerk von der Pike auf lernen will, der bewirbt sich bei einer Journalistenschule. Für die Aufnahme müssen bestimmte Kriterien erfüllt und eine Prüfung absolviert werden. Es gehen regelmäßig tausende von Bewerbungen an den anerkannten Schulen in Deutschland ein, während letztlich nur wenige den Zuschlag für einen Studienplatz erhalten. Dennoch sollte das niemanden davon abhalten sich zu bewerben, wenn der Berufswunsch Journalismus das Ziel ist.

Je nachdem, wie groß der Lernbedarf ist, kann es durchaus sein, dass man sich mit einigen entsprechenden Büchern – das können zur Not auch aktuelle (Rechtschreibreform!) Schulbücher sein – selbst unterrichten. Letztlich kommt es immer auf den eigenen Einsatz und die Fleißbereitschaft an. Hilfreich können auch Literaturforen sein, die, wenn sie gut strukturiert sind, eine Schreibwerkstatt anbieten, in denen man Texte erarbeiten kann. Dort kann man sich natürlich auch wunderbar mit Gleichgesinnten austauschen.
Daneben gilt nach wie vor: Wer schreiben will, muss lesen, lesen, lesen! Das Lesen anderer Werke schult das Gespür für gute und schlechte Literatur am Besten.

Hilfreiche Links zur journalistischen Ausbildung

djs-online
Berliner-Journalisten-schule
RTL-Journalistenschule
Freie-Journalistenschule
Hubert-Burda-Media.de
Evangelische-journalistenschule
Journalistenschule
Axel-Springer-Akademie
Koelner Journalistenschule
Journalistenschule-Ruhr
Freie Journalistenschule
Mitteldeutsche Journalistenschule

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8 Kommentare »

  • Zunächst vorab: Glückwunsch zu dieser vielseitigen Seite, die übersichtlich gestaltet ist und wirkliche alle wichtigen Themen anspricht.

    Zum konkreten Thema: Man benötigt als Schriftsteller keine Ausbildung. Wenn man Bücher schreiben möchte… muss man das Metier beherrschen, ob man eine Ausbildung hat oder nicht. Wenn man einen Job als Journalist sucht, sei es bei Funk und Fernsehen oder bei den Printmedien, dürfte man ohne Ausbildung kaum Chancen haben.

    Wenn man das Handwerk nicht beherrscht, gibt es natürlich Möglichkeiten, es zu erlernen. Da gibt es – wie hier aufgezeichnet – die eine oder die ander gute Methode… Adresse.

    Herzlichen Gruß

    Walter-Jörg Langbein

  • gcroth sagt:

    Danke für die lobenden Worte lieber Walter-Jörg Langbein!

    Du hast natürlich recht, eine Ausbildung im Sinne von Lehre oder Studium ist nicht erforderlich. Ausbildung in dem Sinne, dass man gelernt hat, Situationen zu erfassen und anschschaulich wiederzuerzählen, trifft es wohl besser.

    Einen schönen Abend wünsche ich!
    gcroth

  • Philip R. sagt:

    Guten Tag sehr verehrte Herren ,
    ich würde gerne Autor werden und wüsste gerne was denn in so ein Buch hereingeschrieben werden muss da ich mich nicht so gut auskenne.Die Fantasie habe ich aber das Wissen fehlt^^.Bitte , können Sie mir nicht ein paar Tipps geben???

  • gcroth sagt:

    Hallo Philipp R.,

    wenn Sie Fantasie haben, ist das eine gute Voraussetzung, um sich spannende oder interessante Geschichten auszudenken. Schreiben Sie Ihre Story einfach auf – und schon haben Sie den Inhalt Ihres Buches. Da es Ihr Buch ist, bestimmen Sie auch den Inhalt.

    Anschließend überarbeiten Sie Ihr Manuskript und prüfen es auf Rechtschreib-, Grammatik- und Logikfehler. Suchen Sie sich aus unserer Verlagsliste einen Verlag, der zu Ihrem Thema passt, und erstellen Sie ein Exposé. Oder – was erfahrungsgemäß erfolgsversprechender ist: Kontaktieren Sie Literaturagenten, die Ihr Buch vorab prüfen und abschätzen können, ob Ihr Buch Chancen hat, in ein Verlagsprogramm aufgenommen zu werden.

    Viel Spaß beim Schreiben!

  • WolfPiratin85 sagt:

    Guten Tag an alle!!! Also ich finde diese Seite sehr gut, auch genug Informationen die einen interesieren konnen sind hier vorhanden. Na ja ich finde dass man als Sriftsteller erst mal einen talent dazu haben sollte,dabei sollte die Schulische Ausbildung keine Rolle spielen, und was Gramatik angeht-jeder hat mal Fehler. Ich bin nicht in Deutschland geboren und habe hier auch keine Schule gemacht und doch versuche ich auf Deutsch meine geschichten zu schreiben. Für mich ist es auch schwiriger eine Schriftstellerin zu werden da es leider immer auf die Gramatik geachtet wird. Bis jetzt kann ich auch mir keinen Lektor leisten:(( Ich finde es traurug dass man keine Normale Kurse oder Schulngen dafür hat..den diese Fernkursen sind einfach schwachsinn. Wäre schön wenn man doch sowas geben würde-Ausbildung zu Sriftsteller oder Schulung:))))

  • Christian Golinski sagt:

    Die Grössten Schriftsteller waren vorher gar keine Schriftsteller. Die fingen eines Tages an zu schreiben und hatten dann Erfolg. Die jenigen die am längsten über den Erfolg nach denken , werden in der Regel kein Erfolg haben . Die Kunst an sich hat meistens nur mit wenig denken am Hut. Was schiert ein da Grammatik wenn man besser outsouren sollte , auch wenn es Geld kostet ein Lektor zu arrangieren , werde ich auch nicht auf mein Dach steigen um Ziegel Pfannen zu reparien , mache das was du kannst und lasse andere das machen was sie können.

  • Valerie P. sagt:

    Sehr geehrter Herr,
    ich möchte Autor werden und bin bereits dabei mein erstes Buch zu verfassen. Es heißt ‘Blutklinge’ und ich habe fünf weitere Bücher in Planung. Ich möchte noch dieses Jahr mein Buch fertigstellen. Nun weiß ich aber nicht wie und ob ich mein Buch veröffentlichen soll. Was mich auch interresiert ist ob man dem entsprechendem Verlag das ganze Buch oder nur einen Teil schicken soll und ob man das Buchcover mitgestalten darf.

    Ich freue mich auf eine Antwort
    viele Grüße V.P