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Schluss mit Amazon – Helga König schafft konstruktive Fakten

Geschrieben am 13. März 2010 – 17:447 Kommentare

Amazon hat sein Bewertungssystem, das schon seit Jahren für Beschwerden unter den Rezensenten gesorgt hat, umgestellt. Ziel sollte es laut Amazon sein, das System transparenter und gerechter zu machen. Tatsächlich scheint aber genau das nicht gelungen zu sein, wie man im Amazonforum, das extra zu dieser Neuerung von Amazon eingerichtet wurde, erfahren kann, sind Manipulationen jetzt erst recht Tür und Tor geöffnet. Unverhohlen werden die Möglichkeiten und Tricks jetzt von enttäuschten Rezensenten preisgegeben.

Die Top Rezensentin Helga König, die eigentlich mit 2.285 Rezensionen und über 20.000 hilfreichen Bewertungen, nach dem alten System auf Platz eins der Rezensenten-Rangliste hätte stehen müssen, zieht sich von Amazon zurück. Helga König – jahrelang auf Platz 2 verbannt, obwohl sie die Nummer Eins zahlenmäßig längst überholt hatte, zieht damit die Konsequenzen aus jahrelangen undurchsichtigen Manipulationen und Klickorgien. Unzählige Rezensionen von ihr wurden Minuten nach dem Onlinestellen hundertfach abgewertet oder verschwanden einfach über Nacht und tauchten nie wieder auf. Cybermobbing, üble Nachrede und Stalking übers Telefon bis hin zu unerwünschten Hausbesuchen von Mitrezensenten, haben die Königin der Rezensionen krank gemacht. Sie hätte sich den unsäglichen Anfeindungen nicht gebeugt, wenn sich nicht gerade in den letzten Monaten gezeigt hätte, dass es Amazon nicht um die faire Behandlung der ehrenamtlich schreibenden Rezensenten ginge, sondern lediglich um Traffic und damit um möglichst viele Kunden. In den USA sind Rezensenten ein kostbares Gut, denn sie leisten kostenloses Marketing für die Verkaufsplattformen. In Deutschland allerdings scheint diese Weisheit noch nicht angekommen zu sein.

Die Umstellung des jetzigen Bewertungssystems wird nicht nur von Helga König als Steilvorlage für erneute Manipulationen gewertet. Rezensenten, die wenige Beiträge geschrieben haben, rutschen plötzlich durch hunderte „Hilfreich“-Bewertungen über Nacht auf bessere Ranglistenplätze, während andere, die sich seit Jahren in ihrer Freizeit die Finger wund geschrieben haben, nunmehr durch Abwertungen im Orkus verschwinden. Immer mehr Rezensenten steigen deshalb bei Amazon aus.

Während sich die Masse der veräppelten Rezensenten allerdings noch die Köpfe heiß diskutiert und sich gegenseitig der Manipulation beschuldigt, hat Helga König eine konstruktive Lösung für sich gefunden: Auf ihrem Blog können interessierte Leser sich ab heute auch weiterhin über die Tipps und Einschätzungen informieren und sich zum Lesen inspirieren lassen.

Wer mal einen Blick in die aktuelle Diskussion auf Amazon werfen möchte, der kann das über diesen Link tun. Dort spiegelt sich in harmloser Variante das, was in zehnfacher Heftigkeit seit Jahren unter den Crowdsourcing Ranglistenmitgliedern tobt. Der Gewinner dabei ist Amazon, denn jede Rezension und jeder Kommentar, zieht dank Suchmaschinen und Crawlern neue Besucher – und damit Käufer auf die Plattform.

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7 Kommentare »

  • Ursula Geier sagt:

    Liebe Frau König
    ab und zu hab ich bei amazon mit diskutiert, wurde aber meist von den gleichen Leuten böse abgeschmettert, wenn ich nicht deren Meinung war.
    Freue mich auf Ihre kompetente Meinung.
    lieben Gruß
    Uschi Geier

  • Elisabeth Heinemann sagt:

    Liebe Frau König,

    wie schön, dass Sie mit Ihrem Blog nun einen Weg gefunden haben, durch den Sie “uns erhalten bleiben” und mit dem Sie sich außerdem auch noch wohl fühlen.

    Sonnige Grüsse
    Elisabeth Heinemann

  • Helga König sagt:

    Liebe Frau Geier, liebe Frau Heinemann, danke für Ihre netten Worte.
    Ich bin froh diese Möglichkeit gefunden zu haben und nun, ungestört durch Trolle, schreiben zu können. Natürlich wird es auch eine Kommentarfunktion geben auf meiner Plattform. Sie wird aber nicht zugängig sein für Trolle. Aus den Erfahrungen bei Amazon habe ich diese Konsequenz gezogen. Derzeit ist meine Plattform noch eine Baustelle. Hoffe aber in einem Monat so weit zu sein, dass ich wieder aktiv neue Rezensionen verfassen kann. Derzeit werde ich maximal 2 neue Rezensionen in der Woche on bringen und erst mal den Bestand verlinken.

    Liebe Grüße Helga

  • Helga König sagt:

    Bezugnehmend auf den Artikel vom 13.3. möchte ich mich kurz äußern.
    Mittlerweile schreibe ich mit großem Vergnügen auf meinem Blog und habe mich für ein Mix beim Rezensieren entschieden.

    Nachdem seitens Amazon die Manipulationsmöglichkeiten lobenswerter Weise eingedämmt worden sind, stelle dort gekürzte Rezensionen zu den Langversionen meiner Rezensionen auf meinem Blog ein, sofern es sich um neue Rezensionen handelt. Damit ist allen gedient, auch den Amazonmitarbeitern, die sich nicht mehr durch ellenlange Elaborate quälen müssen.

    Interessierte Leser können sich weitere Infos auf meinem Blog holen, wo sie durch entsprechende Verlinkungen zu anderen in meinen Augen interessanten Produkten von Amazon gelangen.

    Die Möglichkeit bei einem Kochbuch auf Gewürze und dererlei mehr hinweisen zu können, finde in großartig.

    Google hat mir mitgeteilt, dass vom 18.3. bis einschließlich 2.4. 1534 Leser auf meinem Blog 4572 Seiten aufgerufen haben. Dafür möchte ich mich an dieser Stelle herzlich bedanken und den Lesern ein schönes Osterfest wünschen.

    Helga König

  • Ursula Geier sagt:

    Guten Tag
    ich verstehe nicht, warum sich Herr Macke so aufregt. Frau König schreibt wundervolle Rezensionen und das seit vielen Jahren. Und die Zeit, die sie dafür verwendet, wird nicht einmal entlohnt. Sollte man nicht froh sein, wenn es Menschen wie Frau König gibt, die mit viel Herz,Freude und Sachverstand kompetente Rezensionen schreiben?

    U.H.Geier

  • Ich habe einen Teil von Frau Königs Rezensionen gelesen und fand sie gut. Es ist ein eher literarischer Stil.

    Ich nehme das Ganze nicht mehr ernst, seit ich Massenabklicks erhalte, weil ich sachliche Gründe gegen Lesegeräte wie Kindle anführe. Ich bin Bibliothekarin und weiss, welche Probleme bei elektronischer Archivierung mittel- und langfristig auftreten können. Zudem ist ein Buch viel praktischer.

    Ich falle seither immer mehr zurück. Ich war auf dem besten Weg, unter die Top 1000 zu kommen und fiel um eine Million Plätze zurück, nachdem ich meine Rezension über den Kindle veröffentlicht habe.

    Da helfen wohl welche nach, die entweder bei amazon arbeiten oder ein Fanklub sind, es gibt oft Massenabklicks binnen 24 Stunden.

    Bei den Lieblingslisten waren sie wenigstens so schlau und haben die Bewertung abgeschafft.

  • Fabio sagt:

    an Brigitte Ecker BA

    Sachliche Gründe gegen den Kindle? Dagegen sind Copy-Writer Amateure.

    Wenn man nicht mit der Technik aufgewachsen ist, sollte man ihr dennoch tolerant gegenüber stehen und sie nicht wegen negativer persönlicher Erfahrungen (vielleicht aufgrund fehlender Fachkenntnisse) schlechtreden.

    Außerdem können doch beide Formate/Medien nebeneinander existieren und sich ergänzen. Aber schöne bzw. gute Bücher gehören in ein Regal. Dieses könnte man zum Beispiel mittels Print-On-Demand ermöglichen.

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