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So bringen Sie Ihr Buch in den Handel

Geschrieben am 7. April 2010 – 05:45Ein Kommentar

Was musbuch in handel1 150x150 So bringen Sie Ihr Buch in den Handels ich tun, damit mein Buch im örtlichen Buchhandel zu kaufen ist?

Eine Frage, die immer wieder auftaucht und auch Autoren beschäftigt, die über Books on Demand veröffentlichen. Zwar bieten viele Verlage an, das Buch über die Verlagsseite oder seinen Shop, anzubieten, doch in der Regel dauert es lange, bis der Verkauf anrollt. Selten verkauft sich ein Buch von allein. Auch wenn der Online-Buchhandel eine große Erleichterung ist und dem Buchverkauf auf die Sprünge hilft, so ist der Verkauf im Offlinehandel – also in der Buchhandlung vor Ort, immer noch ein wichtig. Gerade Leser, die gern in Buchhandlungen stöbern, die Bücher anfassen, in ihnen blättern und hineinlesen möchten, sind mögliche Käufer, die sich ganz spontan für ein Buch entscheiden.


Wie bekomme ich mein Buch in den örtlichen Buchhandel?

Ich sag es nicht gern und würde auch lieber eine pfiffigere Lösung anbieten, aber der einfachste Weg ist der, sich mit den Buchhandlungen in Verbindung zu setzen, hinzugehen, sein Buch vorzustellen und anzubieten.

Machen Sie dem Buchhändler ein Angebot, bei dem er kein Risiko eingeht. Überlassen Sie ihm Ihre Bücher auf Kommissionsbasis und drängen Sie ihn nicht zum Kauf. Ein Zehnerpack mit einem zusätzlichen Freiexemplar ist durchaus üblich.


Scharf kalkulieren

Sie können natürlich versuchen ein wenig zu handeln, wenn es um die Provision für den Verkauf geht. Stellen Sie sich aber darauf ein, dass Ihr Buchhändler zwischen 25 – 40 % vom Buchpreis beanspruchen wird. Es ist also wichtig, dass Sie selbst eine größere Anzahl von Büchern zu Autorenpreisen ordern, damit Ihnen am Ende auch noch ein Obulus übrig bleibt.

Wer sein Buch in einer Druckerei zu einer festen Auflage ab 500 Stück drucken lässt (auch hier ISBN und Barcode nicht vergessen!), hat übrigens eine höhere Marge, als bei der Herstellung im Digitaldruck. Er hat allerdings auch das höhere Risiko, seine Ausgaben nicht wieder hereinzubekommen – es sei denn, er hat schon im Vorfeld einen Überblick über zahlreiche Leser und Käufer, mit denen er fest rechnen kann.

Nimmt ein Buchhändler Ihre Bücher für eine Zeit ins Sortiment, sollten Sie einen kleinen Vertrag vorbereitet haben, in dem festgehalten ist, wie viele Bücher sie liefern und wie hoch der Gewinnanteil pro verkauftem Buch für den Händler sein wird. Machen Sie mit ihm eine feste Zeit ab, nach der Sie entweder nachliefern, abrechnen oder im schlechtesten Fall, die Bücher wieder abholen.

Vergessen Sie nicht dem Buchhändler Ihre Telefonnummer dazulassen, denn es könnte ja auch sein, dass er schon nach einer Woche anruft und dringend Nachschub ordert. Vielleicht deshalb, weil Sie zeitgleich gute Werbung für Ihr Buch machen.


Sie sind Geschäftspartner des Buchhändlers

Auch wenn es jetzt ganz einfach klingt: Stapel Bücher unter den Arm und ab zum Buchhändler. Glauben Sie mir, das ist nicht jedermanns/jederfraus Sache. Es gehört schon ein wenig Mut und Selbstbewusstsein dazu. Überlegen Sie vorher, mit welchen Argumenten Sie den Buchhändler davon überzeugen können, weshalb er Ihr Buch in seinen ohnehin völlig überfüllten Verkaufsraum mit aufnehmen sollte. Gehen Sie klug und vorsichtig vor, denn nicht jeder Buchhändler freut sich über die Bitten eines unbekannten Autoren. Lassen Sie ihn deshalb spüren, dass Sie von Ihrem Buch überzeugt sind, und lassen Sie vor allem nicht den Eindruck entstehen, dass Sie im Grunde auch nicht an einen Verkaufserfolg glauben. Treten Sie nicht wie ein Bittsteller auf, sondern wie ein Geschäftspartner, denn genau das sind Sie. Sie wollen mit dem Buchhandel ein Geschäft abwickeln, das für beide Seiten gewinnbringend sein soll. Erzählen Sie, welche Werbemaßnahmen (Rezensionsexemplare verschickt, Flyer, Aufkleber, Postkarten, Plakate etc. verteilt) Sie getroffen haben, bieten Sie an, eine Lesung zu veranstalten, machen Sie darauf aufmerksam, dass Sie bei der Zeitung waren und diese voraussichtlich einen Bericht veröffentlichen wird. Füllen Sie sich die Taschen bis oben mit guten Argumenten und breiten Sie eins nach dem anderen auf der Buchtheke aus. Seien Sie überzeugt von dem, was Sie tun!

Viel Glück wünsche ich, denn das braucht man – neben dem Verkaufstalent, wie so oft im Leben – auch beim Buchverkauf. Ach ja, und die Ausdauer will ich nicht vergessen! Lassen Sie sich nicht entmutigen. Buchhändler sind auch nur Menschen und nicht jeder wird Sie mit offenen Armen empfangen. Das ist kein Grund zu resignieren, sondern sollte Ansporn sein, sich noch mehr ins Zeug zu legen.

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Ein Kommentar »

  • EuropaDruck sagt:

    Der Gewinn liegt im Einkauf. Die alte Kaufmannsregel dürfte auch hier nicht fehl am Platz sein.

    Wie im Abschnitt “Scharf kalkulieren” nachzulesen ist, sollte man nach Möglichkeit seine Bücher selbst in einer Druckerei drucken lassen. Bücher drucken leicht gemacht > http://www.europadruck.com/buecher-drucken/

    Mit etwas Risikobereitschaft und einer guten Rechere vor dem Druck, lässt sich u. U. eine etwas höhere Auflage produzieren, so dass der Stückpreis deutlich zu senken ist. Dieser Preisvorteil eröffnet dem Autor gleichzeitig ein Maximum an möglichen Vertriebswegen und damit auch einer eventuellen Mischkalkulation.