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Handwerkliche Hilfsmittel

Geschrieben am 13. Januar 2010 – 16:27Ein Kommentar

Die ersten Schriftsteller hatten keine speziellen Schreibutensilien. Sie ritzten ihre Geschichten mit Knochen, spitzem Gestein oder Zahnmaterial in Felsen, Ton oder Holzuntergründe. Wenn man von der enormen Langlebigkeit dieser ersten Autorenhinterlassenschaften absieht, die allen heute genutzten Materialien überlegen sind, hatte diese Form der Schriftstellerei doch eine Menge Nachteile und war extrem mühsam. Dennoch vermutlich absolut ausreichend und zeitgemäß, da derartige „Nachrichten“ lediglich von einem eingeweihten Kreis (meistens der eigenen Sippe oder des Dorfes) wahrgenommen werden brauchte.

buch schreiben und verlegen 150x150 Handwerkliche HilfsmittelDa war die Erfindung von Papier, Tinte und Feder schon um einiges komfortabler. Dementsprechend mehr und detaillierter wurden Texte auch auf handgeschöpftem Papier festgehalten. Die ersten Bücher, die auf diese Weise entstanden, waren einzigartige Kostbarkeiten, deren Produktion heute kaum mehr bezahlbar wäre, und die in der Regel nur ein auserwählter Kreis von Gelehrten zu Gesicht bekam.

Dass Schriftsteller in die Lage versetzt wurden, ihre Geschichten einer breiten Masse zugänglich zu machen und mit ihren Büchern und Artikeln Geld zu verdienen, haben sie der Einführung des Buchdrucks zu verdanken. Erst seit es möglich ist, Bücher und Zeitungen in großen Mengen zu produzieren, haben Autoren die Chance, mit ihrer Arbeit tatsächlich Geld zu verdienen und ein großes Publikum zu erreichen.

Dennoch waren ihre Hilfsmittel noch immer der Stift und das Papier. Wer heute sein Manuskript am PC schreibt, der kann erahnen, wie viel Arbeit in einem handgeschriebenen Manuskript steckte, das heute wie damals auch immer wieder umgeschrieben werden musste.

Ein weiterer Fortschritt war die Schreibmaschine und im Anschluss daran die elektrische Schreibmaschine mit Korrekturbändern. Mit jedem technischen Entwicklungsschritt, nahm die Zahl der schreibenden Menschen zu.

Heute schreiben die meisten Autoren und Schriftsteller ihre Manuskripte direkt in den PC. Das ist praktisch die Standardform, denn Manuskripte, die einem Verlag zugeführt werden sollen, werden fast nur noch per Email oder/und als Druckversion auf Papier versandt. Handgeschriebene Manuskripte werden meines Wissens kaum noch angenommen, bzw. nur mit einem kostenintensiven Auftrag zur digitalen Texterfassung.

Das wichtigste Hilfsmittel ist also der PC mit mindestens einem einfachen Texterfassungsprogramm. Besser geeignet sind spezielle Programme, die die Bedürfnisse von Autoren erfüllen. Eingebettete Datenbanken und Notizzettelfunktionen erleichtern besonders Roman- und Sachbuchautoren die Arbeit. Unverzichtbar ist daneben der aktuelle Duden, mit dem nach der Erfassung der Texte sowohl die Grammatik als auch die Rechtschreibung überprüft und korrigiert werden. Aus Erfahrung weiß ich, dass dies eine der ungeliebtesten Phasen für viele Autoren ist, da sie mit dem eigentlichen Schöpfungsprozess nichts mehr zu tun hat. Dennoch: Ein Manuskript, das von Fehlern strotzt, hat so gut wie keine Chance bei einem Verlag auch nur angesehen zu werden.

Trotz aller Technik ist für mich ein weiteres Hilfsmittel ein absolutes MUSS: der gute alte Notizblock! Ihn habe ich stets bei mir, um mir Stichworte und Listen zu machen. Wie oft am Tag gehen einem kurze Gedankenansätze durch den Kopf, von denen man spürt: das musst du festhalten, das wirst du irgendwann verwenden können. Derartige Dinge schreibe ich sofort auf, lege Listen an. Das gilt ebenso für witzige, kuriose oder einfach bemerkenswerte Geschehnisse um mich herum. Ideen und Informationen fliegen uns ständig zu, nur leider werden sie nicht alle im Langzeitgedächtnis gespeichert und wenn man sie abends abrufen will, sind sie unauffindbar. Deshalb: Die Kladde für Ideen ist ein weiteres Hilfsmittel für Autoren.

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Ein Kommentar »

  • Sponski sagt:

    Was den Notizblock und handschriftliche Notizen angeht, kann ich nur zustimmen! Das ist mir sogar noch lieber als irgendwelche Zusatzfunktionen in speziellen Schreibprogrammen. Da habe ich nämlich die Feststellung gemacht, dass man sich auch da teilweise gut verheddern kann. Mir reicht ein simpler Word Editor, mein Duden und ein Synonym-Wörterbuch. Dazu Stift, Notizblock und eine Tasse Kaffee, und der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt! ;-) Mit dem PC zu arbeiten ist ja schon sehr komfortabel, aber das rechtliche “manuelle” Zeug, wie das Blättern im Duden oder das Notizenmachen, brauche ich einfach. So macht das Schreiben einfach mehr Spaß! :-)