Home » Vorstellungen

77 Cent für ein Taschenbuch

Geschrieben am 22. Juni 2010 – 05:562 Kommentare

Das war vor über 60 Jahren, genau gesagt am 17. Juni 1950

Wer kann sich noch daran erinnern wie es war, nicht mehr die großen dicken Bücher, sondern die ersten Taschenbücher in den Händen zu halten? Wer konnte sich nach dem Zweiten Weltkrieg überhaupt Bücher leisten?

Die Sehnsucht nach Literatur war groß. Da kam das vom Rowohlt–Verlag entwickelte Taschenbuch mit der Abkürzung „rororo“ wie gerufen. Preiswert und einfach im Design war es für fast jedermann erschwinglich. Ernst Rowohlt soll einmal gesagt haben: „Gute Literatur braucht keinen teuren Einband.  Wie wahr, denn auf den Inhalt kommt es an. Eines der ersten wohlbekannten Bücher  war  „Kleiner Mann – was nun?“ von Hans Fallada. Sechzig Jahre ist es her und wegdenken möchte man sich die Taschenbücher sicher nicht mehr. Bereits ein Jahr nach seinem Erscheinen wurde in Millionenhöhe gedruckt. Auf diesen Erfolg wollten auch andere Verlage nicht verzichten und zogen nach.

Selbst in Zeiten des E-Book hält sich das Taschenbuch tapfer an der Front. Einen großen Vorteil hat es auf jeden Fall: Es braucht keinen Strom und läßt sich überall hin mitnehmen! (rh)

Ähnliche Themen:

  1. Neues Druckzentrum für BoD Norderstedt Die Books on Demand GmbH, Norderstedt wurde 1997 von Libri gegründet. Die offizielle Eröffnung des neuen Druckzentrums in Norderstedt/Hamburg...
  2. Die Autorin Gitta Becker stellt sich vor Ich lebe mit meiner Familie in Berlin. Hier habe ich im Jahr 2001 mein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg...
  3. News für und von Autoren Lieber Leserinnen und Leser, damit Sie wissen, wer Sie künftig unter der Rubrik “Aktuelles” mit interessanten News und Infos...

2 Kommentare »

  • gcroth sagt:

    Hallo Rita,
    ich erinnere mich noch, dass das Buch „Kleiner Mann – was nun?“ auch bei meinen Eltern im Bücherregal stand. Allerdings hatte es damals ein anderes Cover als heute. Wenn ich mich recht erinnere, war es eine Zeichnung.

    1,50 DM kosteten die Taschenbücher zu der Zeit und waren eigentlich schon ein kleiner Luxus. So ein Büchlein ging dann auch meistens durch die ganze Familie, bevor es seinen Platz – schon leicht abgriffen bis dahin – im Bücherregal fand. Schon verrückt, wenn man bedenkt, dass es Taschenbücher erst seit 60 Jahren gibt.

  • Rita Hajak sagt:

    Hallo Grete,

    es ist schon erstaunlich wie schnell die Zeit vergeht. Ich war 14 Jahre alt, als ich das Büchlein von Hans Fallada “Kleiner Mann–was nun?” gelesen habe. Aber in unserem Bücherragal stand es leider nicht. Zum Glück konnte ich jede Menge Literatur in der Leibücherei für wenig Geld ausleihen. Denn Lesen bedeutete mir sehr viel. Die Taschenbücher waren sehr willkommen, da die großen dicken Bücher als Bettlektüre nur bedingt geeignet waren.